SORRY, BABY

SORRY, BABY ★★★★½
Originaltitel: | Start: 18.12.2025 | FSK 12
Eva Victor, Naomi Ackie | © DCM Filmdistribution



USA, Spanien, Frankreich 2025
Genre: Drama
Länge: 104 Min.
Regie: Eva Victor
Buch: Eva Victor
Casting: Jessica Kelly
Cast: Eva Victor, Naomi Ackie, Louis Cancelmi, Kelly McCormack, Lucxas Hedges, John Caroll Lynch, Hettienne Park, E.R. Fightmaster, Cody Reiss, Jordan Mendoza, Anabel Graetz, Danny Diaz
Kamera: Mia Cioffi Henry
Schnitt: Randi Atkins
Musik: Lia Ouyang Rusli

Agnes, eine junge Literaturprofessorin in Neuengland, wurde, als sie noch Studentin war, nach einem traumatischen Erlebnis aus der Bahn geworfen. Während das Leben augenscheinlich ganz normal weiterläuft, kämpft sie mit dem Gefühl, festzustecken. Anzeige erstatten? Der Verantwortliche hat sich auf und davon gemacht. Darüber reden? Mit wem, und wieviel? In fünf Kapiteln und über mehrere Jahre hinweg begleitet der Film ihren Weg zurück zu sich selbst – getragen von lakonischem Humor und der bedingungslosen Unterstützung ihrer besten Freundin Lydie.

Scheinbar – und nur scheinbar – gleicht diese filmische Erzählung einem leisen Plätschern. Dies ist aber keinem Zurückweichen vor den Härten der Wirklichkeit gleichzusetzen, sondern vielmehr einem bewussten Fokus auf das, was uns heilt, wenn wir Schlimmes erfahren haben. Und damit meine ich die Zeit, damit meine ich Sanftmut, Zusammenhalt, die guten Menschen und die nächsten Menschen, die da sind, die ihre Hand reichen, die zuhören, die nicht urteilen, egal, was wir entscheiden.

Dass Agnes ihre Wunde in sich trägt, sich ihrer beinahe jeden Augenblick bewusst ist und es kontinuierliche Arbeit ist, mit ihr klarzukommen – steht trotz der erzählerisch zärtlichen Annäherung ans Thema außer Zweifel, und das ist die große Leistung von Sorry, Baby.

So fein nuancierte Filme muss man suchen wie die Nadel im Heuhaufen.

cnm 

Querverweis auf Alles Ist Gut (D 2018, R.: Eva Trobisch)

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