GLENNKILL: EIN SCHAFSKRIMI

GLENNKILL: EIN SCHAFSKRIMI ★★★★★
Originaltitel: The Sheep Detectives | Start: 14.05.2026 | FSK 6
Die Schafe Cloud, Mopple und Lily | © Sony Pictures Germany



USA, Irland, Großbritannien 2026
Genre: Krimi, Familienfilm, Real&Animation
Länge: 110 Min.
Regie: Kyle Balda
Buch: Craig Mazin
Basierend auf: Leonie Swann
Casting: Lucy Bevan u.a.
Cast: Hugh Jackman, Tosin Cole, Conleth Hill, Hong Chau, Nicholas Braun, Kobna Holdbrook-Smith, Nicholas Galitzine, Mandeep Dhillon, Sarah Flind, Emma Thompson u.a.
Dt. Sync für die Schafe: Anke Engelke, Bastian Pastewka, Sebastian Schulz, Samina König, Douglas Welbat, Max Felder, Monica Bielenstein, Thomas Nero Wolff, Leonie Dubuc, Rubina Nath, Gioia Iannacone, Tobias Müller, Tobias Schmitz, Joachim Tennstedt
Kamera: George Steel
Schnitt: Paul Machliss, Al LeVine, Martin Walsh
Musik: Christophe Beck

George, von Beruf Schäfer, liest seinen geliebten Schafen jeden Abend Krimis vor und nimmt an, dass sie kein Wort davon verstehen. Sobald er aber in seinem Wohnwagen zu Bett geht, diskutieren die Schafe untereinander leidenschaftlich, wer der Mörder gewesen sein mag. Dann kommt der schreckliche Tag, an dem der gute Mann tot auf dem Rasen liegt! Ein Unfall? Ein natürlicher Tod? Ein ungutes Gefühl beschleicht die Herde, dass es Mord gewesen sein könnte, und darum begeben sie sich – zunächst zaghaft – an ihre eigene Ermittlungsarbeit. Aber was können ein paar Schafe schon ausrichten?

Diese ungewöhnliche und sehr liebevoll gemachte Buchverfilmung ist ein großes Vergnügen ganz besonderer Art. Die animierten Schafe sind keine Comicfiguren, sondern sehr realistisch in Optik und Verhalten – daran, dass sie sprechen, gewöhnt man sich schnell. Jackman als Schäfer bringt mich nach den vielen Rollen, in denen wir ihn schon erleben durften zu der Überzeugung: der Mann kann alles und bringt mit den Jahren immer mehr Seele ein! Der Rest des Casts – kleines Manko – ist für meinen Geschmack einen Hauch zu pittoresk bzw. naiv inszeniert. Doch das tut dem Vergnügen kaum Abbruch; bedenken wir, dass es sich um einen Familienfilm handelt.

Wir dürfen (so wir das Buch nicht schon gelesen haben) mitraten, wer uns unter den in Frage kommenden Figuren verdächtig erscheint. Die Ermittlungen zu verfolgen macht nicht nur Spaß, sondern erzeugte bei mir auch Gänsehaut und feuchte Augen. Und nicht nur das, die Story bringt enormen gesellschaftspolitischen Mehrwert mit, nämlich die Vergegenwärtigung, dass das Erinnern unbedingt wertvoller ist als das Vergessen, dass die Schwächsten in der Gemeinschaft stets zu beschützen sind und dass Tiere lieber auf der Wiese stehen als auf die Schlachtbank geführt zu werden.

Glennkill – Ein Schafskrimi ist fraglos eines der unterhaltsamsten, originellsten, kreativsten und anrührendsten Leinwandereignisse des Jahres, eines, das die große Leinwand unbedingt verdient hat.

cnm 

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