ALLE FÜR ELLA

ALLE FÜR ELLA ☆☆
Filmstart: 08.09.2022 | FSK 6
Best Friends forever?  |  ⓒ Neue Bioskop/Weltkino/Anke Neugebauer




Deutschland 2022
Genre: Jugendfilm
Länge: 100 Min.
Regie: Teresa Fritzi Hoerl
Buch: Timo Baer, Anja Scharf
Cast: Lina Larissa Strahl, Safira Robens, Malene Becker, Tijan Marei, Gustav Schmidt, Lorenzo Germeno, Lavinia Wilson, Milan Peschel, Hanno Koffler, Ivo Kortlang, Caro Daur, Emir Bayrak, Adam Bousdoukos
Kamera: Fabian Rösler
Schnitt: Stine Sonne Munch, Till Ufer
Musik: Julia Bergen, David Bonk (DaJu)

Presse-info: "Ella träumt davon, auf den Bühnen dieser Welt zu performen. Mit ihren drei besten Freundinnen hat sie die Band Virginia Woolfpack gegründet, mit der sie nach der Schule so richtig durchstarten will. Momentan kämpft sie aber vor allem mit dem Abi und ihrem ätzenden Nebenjob im Pizzaturm. Als sich über einen Song-Contest die Chance bietet, groß ins Musikbiz einzusteigen, überredet sie ihre BFFs, sich anzumelden. Stärkster Konkurrent ist ausgerechnet der arrogante Rapper alfaMK, der bereits eine beachtliche Fanbase hat und auch noch unverschämt gut aussieht. Doch das Woolfpack lässt sich davon nicht einschüchtern. „Sisters before Misters“ war schon immer das Motto der Band. Oder etwa nicht?"

Es lohnt sich, diesen Film bis zum Ende durchzustehen. Denn was sich da anfänglich bietet, grenzt zunächst an eine Zumutung. Damit meine ich neben mäßiger Tonqualität und nachlässiger  Artikulation hauptsächlich den Sprachgebrauch, der so pseudo-cool wirkt mit seinen endlosen, schlimmen Anglizismen und verquerem Deutsch, dass es beinahe körperlich weh tut ("Fame is voll vain", "Ihr braucht nices footage", "What the fuck...", "Das war ganz schön angry", "Genau", "als wie wenn")...

Doch die Geschichte hat gute Substanz zu bieten und erfreulichen Mehrwert. Beispielsweise ein lesbisches Paar in der Band, das den gesamten Film über nicht als Problem-Aufmacher herhalten muss, sondern selbstverständliche Randnotiz bleibt. Sehr erfreulich! Oder der heimlich begehrte Konkurrent, der offiziell zum Feind erklärt wird, obwohl er ganz offensichtlich kein arroganter Arsch ist (das wäre das übliche Narrativ gewesen) und der Protagonistin den ganzen Film über ehrlich zugeneigt. Oder der Musikmanager, der den Mädels gegenüber harten, aber schlüssigen Klartext spricht. - Zu beobachten, wie eine Heranwachsende unter Gruppenzwang in einen Kampf mit sich selbst gerät - Konkurrenz vs. Freundschaft vs. Liebe -, macht diesen Film für mich zu etwas Besonderem, Sehenswerten.

Sprechen SchülerInnen heute wirklich so? Ich weiß es nicht. Was entsetzlich pseudo-cool beginnt, hält letztlich gute Substanz und eine Story mit emotionaler Wucht bereit. Der Zielgruppe empfohlen.

cnm 

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