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Da derzeit aus technischen Gründen die üblichen posts nur schwer machbar sind, erhalten Sie hier übergangsweise kleine Meinungsfetzen zu Filmen. Ich bitte weiterhin um Geduld.


DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE | LA SCALA - DIE MACHT DES SCHICKSALS


DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE | Start 11.12. | FSK 6
Mit Charly Hübner, Christiane Paul, Leon Ullrich, Leonie Benesch, Thorsten Merten, Dirk Martens, Peter Kurth, Daniel Brühl, Jürgen Vogel, Eva Löbau, Jörn Hentschel, Leslie Malton, Lilli Fichtner, Claudia Eisinger, Bernhard Schütz, Katarina Witt, Annabelle Mandeng, Adisat Semenitzsch und Holger Handtke


Ein bankrotter Berliner Videothekenbesitzer wird gegen seinen Willen von einem Zeitungsfuzzi zum Helden einer organisierten Massenflucht zu DDR-Zeiten erklärt. Der arme Mann stolpert in dieses Geflecht aus Lügen, die ihn in ein anderes, vermeintlich besseres Leben katapultieren.

Regisseur Wolfgang Becker (1954-2024) versammelt für seinen letzten, für ihn typischen Film um Schein und Sein ein erstaunliches Aufgebot an deutschen Stars. Der Film fügt sich organisch ins Oeuvre des Kultregisseurs und setzt m.E. noch eins drauf: für mich sehr erfrischend und wohltuend wird hier der Wessi unter die Lupe genommen, der auf Biegen und Brechen vom Ossi erwartet (und verlangt), laut herauszuplärren, wie schlimm es doch in der DDR war - ob das nun zutrifft oder nicht.

Trotz kleiner Inszenierungsschwächen ein amüsanter, dichter und sehenswerter Film und - vor allem - ein würdiger Abschluss des Gesamtwerks von Wolfgang Becker. Rest in Peace!


LA SCALA - DIE MACHT DES SCHICKSALS | Start: 18.12.2025 | Doku | 92 Min.

Regie: Anissa Bonnefont


Einmal jährlich veranstaltet Die Scala - renommiertestes Opernhaus der Welt - ein Mega-Event, der Saisoneröffnung - unter größtem Aufwand. Dokumentaristin Bonnefont ermöglicht uns einen Blick in den Werdeprozess dieser Aufführung, an dem über 900 Mitarbeitende ihr Talent einsetzen.  In komprimierter Form begleiten wir die kreativen Hergänge, von der Festlegung des Themas, den Castings, dem Bühnenbau und Kostümbild, den Einzel- und Chorproben, der Orchestrierung bis zum adrenalingeladenen Premierenabend.


Oper habe ich bis heute nicht verstanden und sie tunlichst gemieden. Doch der Entstehungsprozess einer solch spektakulären Aufführung ist absolut faszinierend, zumal es oft allzu menschlich zugeht und wir vielleicht mehr ins Geschehen eintauchen dürfen, als wir es als Gäste der Vorstellung könnten. Hier zählt jedes Detail, jede Note, jede Bewegung auf der Bühne (der Regisseur brennt vor Leidenschaft), jedes Sternchen im Bühnenbild... Es ist einer der wenigen Fällen, in denen ich dem Geschehen noch gerne für Stunden gefolgt wäre.

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