LA SCALA - DIE MACHT DES SCHICKSALS

LA SCALA - DIE MACHT DES SCHICKSALS
Originaltitel: La Forza del Destino | Start: 18.12.2025 | FSK 6
© Neue Visionen



Italien, Frankreich 2025
Genre: Dokumentarfilm
Länge: 92 Min.
Regie: Anissa Bonnefont
Buch: Myriam Weil
Mit: Riccardo Chailly, Leo Muscato, Anna Netrebko, Brian Jagde, Ludovic Tézier u.a.
Kamera: Martina Cocco, Aldo Giordani
Schnitt: Niccolò Lazzari
Musik: Guiseppe Verdi

Einmal jährlich veranstaltet Die Scala - renommiertestes Opernhaus der Welt - ein Mega-Event zur Saisoneröffnung - unter größtem Aufwand.

Die feierliche Eröffnung des Hauses ist seit mehr als sieben Jahrzehnten die wohl wichtigste Opernpremiere des Jahres, im wohl bedeutendsten Opernhaus der Welt. Doch bevor sich der Vorhang im Dezember für die spektakuläre Premiere von Verdis „Die Macht des Schicksals“ öffnet, haben über 900 Künstleren, Choreographen, Handwerker und Bühnentechniker (m/w/d) monatelang im Schweiße ihres Angesichts konzipiert, geplant, geprobt und nicht selten bis zur Erschöpfung gearbeitet. Hautnah folgt Filmemacherin Anissa Bonnefont dem Opernregisseur Leo Muscato und dem Dirigenten Riccardo Chailly bei jedem Schritt dieser Vorbereitungen – von der Stückauswahl über das Casting der Tänzerinnen über die Bühnengestaltung bis hin zu den Generalproben mit weltberühmten SängerInnen wie der Sopranistin Anna Netrebko und dem Tenor Brian Jagde. Ein Prozess, der kompromisslose Akribie und kreatives Genie verlangt, das nur ein Ziel kennt: Ein opulentes, unvergessliches Bühnenspektakel.

La Scala – Die Macht des Schicksals kommt als Hommage an die verborgene und allzu häufig übersehene Arbeit, die ein Opernfest der Superlative mit sich bringt. Fernab des Blitzlichtgewitters am roten Teppich zeigt der Film die Menschen, die Entbehrungen und Spannungen, die die „La Prima“ zu dem Hochfest der Kultur machen, das sie ist.


Die bekannte Magie der Oper habe ich bis heute nicht verstanden und sie nach Möglichkeit gemieden. Doch der Entstehungsprozess einer solch spektakulären Aufführung ist absolut faszinierend, zumal es oft allzu menschlich zugeht und wir Dank der Backstage-Beobachtungen wohl mehr ins Geschehen eintauchen dürfen, als wir es als Gäste der elitären Premiere je könnten. Hier zählt jedes Detail, jede Note, jede Bewegung auf der Bühne (der Regisseur brennt vor Leidenschaft), jedes noch so kleine Detail im Bühnenbild... Die Entstehung dieser Premiere sprüht tatsächlich Funken...

Diese Doku ist eine der wenigen, bei denen ich dem Geschehen zu gerne für Stunden gefolgt wäre, schlicht, weil die vielen fachlichen und psychologischen Details so extem interessant und spannend sind. So weit jedenfalls macht La Scala der Opernkunst alle Ehre und lohnt sich auch oder gerade für sonst weniger Aufgeschlossene. Mit Begeisterung empfohlen!

cnm 

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