SILENT FRIEND
SILENT FRIEND ★★★★☆☆
Originaltitel: | Start: 15.01.2026 | FSK 6
Deutschland, Frankreich, Ungarn 2025
Genre: Spielfilm, KontemplationLänge: 147 Min. (langer Film)
Regie: Ildikó Enyedi
Buch: Ildikó Enyedi
Casting: Irma Ascher, Nina Haun
Buch: Ildikó Enyedi
Casting: Irma Ascher, Nina Haun
Cast: Tony Leung Chiu-Wai, Léa Seydoux, Luna Wedler, Enzo Brumm, Sylvester Groth, Yun Huang, Luca Valentini, Marlene Burow, Rainer Bock, Martin Wuttke u.a.
Kamera: Gergely Pálos HCA
Schnitt: Károly Szalai HSE
Musik: Gábor Keresztes, Kristóf Kelemen
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Kamera: Gergely Pálos HCA
Schnitt: Károly Szalai HSE
Musik: Gábor Keresztes, Kristóf Kelemen
Im Herzen eines Botanischen Gartens in einer mittelalterlichen Universitätsstadt in Deutschland steht ein majestätischer Ginkgobaum. Seit über hundert Jahren ist er ein stiller Zeuge – ein Beobachter leiser, tiefgreifender Veränderungen im Leben dreier Menschen. 2020 beginnt ein Neurowissenschaftler aus Hongkong, der die kognitive Entwicklung von Babys erforscht, ein ungewöhnliches Experiment mit dem alten Baum. 1972 erfährt eine junge Studentin eine innere Wandlung – ausgelöst durch die einfache, achtsame Verbindung mit einer Geranie. 1908 entdeckt die erste Studentin der Universität durch das Objektiv ihrer Kamera verborgene Muster des Universums – eingeschrieben in die unscheinbarsten Pflanzen.
Wir begleiten ihre tastenden, unbeholfenen Versuche, Verbindungen zu schaffen – jeder von ihnen tief in seiner eigenen Gegenwart verwurzelt – und erleben, wie sie durch die stille, beständige und geheimnisvolle Kraft der Natur verwandelt werden.
Der uralte Ginkgobaum bringt uns dem näher, was es bedeutet, Mensch zu sein – und unserem tiefen Wunsch, irgendwo dazuzugehören.
Mir ging das alles nicht so recht ein. Zuvor hatte ich den Film Körper und Seele von derselben Regisseurin entdeckt und war völlig gebannt und begeistert. Auch da ging es um kaum fassbare Verbindungen zwischen Menschen, nämlich über Träume. Diese neuere Arbeit erinnert mich ein wenig an den Erfolgsfilm In die Sonne schauen, dem ich – bedaure – auch nur wenig abgewinnen konnte. Zu aufgesetzt die Attitüde, zu weitschweifend der Interpretationsspielraum, zu groß die Aufforderung, der Arbeit Respekt und Ehrfurcht zu zollen. Allerdings ist mir auch klar, dass einem nicht jede (gute) Arbeit zu jeder Zeit gefallen, dass man sie zu jeder Zeit erkennen und wertschätzen kann.
Es käme also auf einen weiteren Versuch an. Bis dahin lesen Sie besser in den etablierten Feuilletons, was hieraus an Erkenntnis und Einblicken zu gewinnen sei.
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