THE LAST SHOWGIRL
Requiem for the American Dream
THE LAST SHOWGIRL ★★★★★☆
THE LAST SHOWGIRL ★★★★★☆
Start: 20.03.2025 | FSK 12
USA 2024
Genre: DramaLänge: 89 Min.
Regie: Gia Coppola
Buch: Kate Gersten
Casting: Julie Goldman
Buch: Kate Gersten
Casting: Julie Goldman
Cast: Pamelal Anderson, Dave Bautista, Jamie Lee Curtis, Kiernan Shipka, Brenda Song, Billie Lourd u.a.
Kamera: Autumn Durald Arkapaw
Schnitt: Blair McClendon, Jacqui Getty
Musik: Andrew Wyatt
Kamera: Autumn Durald Arkapaw
Schnitt: Blair McClendon, Jacqui Getty
Musik: Andrew Wyatt
Seit Jahrzehnten steht Shelly in Las Vegas als Showgirl mit vielen anderen glitzernd gekleideten Frauen auf der Bühne - sie performen die "Razzle Dazzle Show", das ist Shellys Erfüllung und Bestimmung. Zu ihrer Tochter gibt es praktisch keinen Kontakt mehr, in der freien Zeit trifft sie sich mit Busenfreundin Annette - von Beruf Cocktail-Kellnerin in einem Casino und meist betrunken. Ganz unerwartet trifft Shelly die Nachricht, dass die Show abgesetzt wird, schon bald. Eine Katastrophe! Sie ist deutlich über 50 und steuert nun auf einen existenziellen Abgrund zu. Immerhin erfährt sie noch ein wenig Sympathie und Rückendeckung von Eddie, dem Abendregisseur der Show. Als ihre Tochter unerwartet auf der Matte steht, scheinen Trost, Aussprache und Versöhnung in Reichweite.
Der Mut und die pureness, mit der das gesamte Ensemble hier einen Mikrokosmos des gewöhnlichen Scheiterns präsentiert, sind nicht nur respektabel, sondern groß und absolut beeindruckend. Hier wird den kleinen Leuten, den KämpferInnen, die nie ihren Mut verlieren und bemüht sind, in jeder noch so grenzwertigen Situationslage ein Licht zu erkennen, exemplarisch ins Innerste geschaut. Umwerfend uneitel und auf Augenhöhe: Pamela Anderson und Jamie Lee Curtis, die aus ihren Figuren nie Witzfiguren machen, auch wenn die dafür als Steilvorlagen gedient hätten. Hier donnern Wahrheiten schonungslos in die Leben aller Beteiligten, niemand wird verschont, alle müssen mit der Bilanz ihres vermeintlichen Versagens irgendwie zurechtkommen. Und gerade das macht diese Erzählung so imposant und erinnert an zeitlose Werke wie Requiem for a Dream¹ oder Sue - Eine Frau in New York².
Ich bin in diesen Film verliebt, empfehle ihn vorbehaltlos und werde ihn sicherlich immer wieder und wieder schauen...
cnm
¹USA 2000 - R.: Darren Aronofsky
²USA 1997 - R.: Amos Kollek
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