THE ALTO KNIGHTS
THE ALTO KNIGHTS ★★★★★☆
Start: 20.03.2025 | FSK 12
USA 2025
Länge: 120 Min.
Regie: Barry Levinson
Buch: Nicholas Pileggi
Casting: Ellen Chenoweth
Buch: Nicholas Pileggi
Casting: Ellen Chenoweth
Cast: Robert de Niro (Doppelrolle), Debra Messing, Kathrine Narducci, Cosmo Jarvis, Michael Rispoli, Robert Uricola, Frank Piccirillo, Matt Servitto, Louis Mustillo, Anthony J. Gallo, James Ciccone, Joe Bacino, Luke Stanton Eddy u.a.
Kamera: Dante Spinotti
Schnitt: Douglas Crise, ACE
Musik: David Fleming
Kamera: Dante Spinotti
Schnitt: Douglas Crise, ACE
Musik: David Fleming
Nach realen Figuren und einer wahren Geschichte.
Die Mafiabosse Frank Costello (im Film der Protagonist) und Vito Genovese (im Film der Antagonist) waren als Jungs beste Freunde. Doch im Laufe der Jahre führten Vertrauensbrüche dazu, dass sie sich eher als Rivalen gegenüberstanden. In den 1930ern und -40ern gehören sie zu den führenden Männern der Mafia. - Wegen einer Mordanklage musste sich Vito allerdings aus dem Geschäft zurückziehen und für Jahre nach Italien emigrieren. In der Zwischenzeit übernahm Costello die Geschäfte der Familie Genovese; seine diplomatischere Art zu führen (Bestechung statt Gewalt) passte dem Haudegen Vito gar nicht in den Kram, und als der nach dem zweiten Weltkrieg wieder nach Amerika kam, veranlasste er ein Attentat auf Frank, welches dieser jedoch mit viel Glück überlebte. Dankbar, noch am Leben zu sein, entschied sich der ermüdete Frank, sich aus dem Geschäft ganz zurückzuziehen.
Die Mafiabosse Frank Costello (im Film der Protagonist) und Vito Genovese (im Film der Antagonist) waren als Jungs beste Freunde. Doch im Laufe der Jahre führten Vertrauensbrüche dazu, dass sie sich eher als Rivalen gegenüberstanden. In den 1930ern und -40ern gehören sie zu den führenden Männern der Mafia. - Wegen einer Mordanklage musste sich Vito allerdings aus dem Geschäft zurückziehen und für Jahre nach Italien emigrieren. In der Zwischenzeit übernahm Costello die Geschäfte der Familie Genovese; seine diplomatischere Art zu führen (Bestechung statt Gewalt) passte dem Haudegen Vito gar nicht in den Kram, und als der nach dem zweiten Weltkrieg wieder nach Amerika kam, veranlasste er ein Attentat auf Frank, welches dieser jedoch mit viel Glück überlebte. Dankbar, noch am Leben zu sein, entschied sich der ermüdete Frank, sich aus dem Geschäft ganz zurückzuziehen.
Interessanterweise setzt der Film in diesem empfindlichen Zeitfenster seine Erzählung an: Frank ist verwundet und müde. Er will die Geschäfte bzw. seine Position aufgeben, doch der Übergang ist wesentlich komplizierter als vermutet. Es kommt zu Treffen zwischen ihm und Vito, zu diplomatischen Verhandlungen, es entsteht ein strapaziöses Katz-und-Maus-Spiel, bei dem sich keiner wirklich in die Karten sehen lassen will. Der Ausgang dieses Machtpokers wird hier natürlich nicht verraten.
Levinsons Mafia-Epos ist formal jedenfalls ein Glücksfall, erwachsenes Kino, wie wir es nur noch selten genießen dürfen. Wegen Robert de Niro in einer Doppelrolle hatte ich eine Art Zirkusnummer befürchtet. Doch sein Spiel ist derart genial, dass man sich vollkommen auf die beiden sehr unterschiedlichen Charaktere einlassen kann. Ohne Übertreibung beweist de Niro hier sein Genie wie lange nicht mehr. Und glücklicherweise spielt der gesamte (!) Rest des Casts mit ihm auf Augenhöhe und nicht einen Millimeter darunter. Die filmischen Gewerke (Kamera, Ausstattung, Maske, Schnitt, Musik...) liefern ebenfalls glänzend ab. Das Ergebnis ist klassisches Spannungskino mit modernen Vibes; es erinnert an die Genreklassiker, ohne sie zu kopieren.
Nicht allein Freunden des Genres sehr zu empfehlen.
cnm
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