A MISSING PART
A MISSING PART ★★★★☆☆
Originaltitel: Une part manquente | Start: 02.04.2026 | FSK 12
Belgien, Frankreich 2024
Länge: 98 Min.
Regie: Guillaume Senez
Buch: Guillaume Senez, Jean Denizot
Casting: Laure Cochener, ARDA
Buch: Guillaume Senez, Jean Denizot
Casting: Laure Cochener, ARDA
Cast: Romain Duris, Judith Chemla, Mei Cirne-Masuki, Tsuyu, Shungicu Uchida u.a.
Kamera: Elin Kirschfink, AFC, SBC
Schnitt: Julie Brenta
Musik: Olivier Marguerit
Kamera: Elin Kirschfink, AFC, SBC
Schnitt: Julie Brenta
Musik: Olivier Marguerit
Der ehemalige Chefkoch Jérôme fährt Tag für Tag mit seinem Taxi durch Tokio – in der Hoffnung, seine Tochter Lily zu finden. Seit der Trennung von seiner Frau Keiko vor neun Jahren hat er sie nicht mehr gesehen. Zermürbt von der Erfolglosigkeit seiner Suche beschließt er, seine Wohnung zu verkaufen, um mit dem Geld in Frankreich ein neues Restaurant zu eröffnen. Doch dann steigt eines Tages ein Mädchen in sein Taxi – und er ist intutiv augenblicklich sicher, seine Tochter gefunden zu haben …
Zart nuanciert und wohltuend unaufgeregt erzählt Regisseur Senez hier exemplarisch von Dramen, die es Dank der Familiengesetzgebung in Japan dutzendfach gibt. Wenn Eltern sich trennen, wird nicht nur ein alleiniges Sorgerecht zugesprochen, der andere Elternteil hat sogar absolutes Kontaktverbot zum Kind/den Kindern. Eine Qual für die Betroffenen! Diese Geschichte kommt nicht mit dem anklagenden Zeigefinger daher, sondern verweist eher darauf, dass die feinen familiären Bande sich von Gesetzen kaum aufhalten lassen, dass sie wie Wasser immer wieder einen Weg finden, einen Weg finden müssen, unaufhaltsam, um den nächsten Verwandten doch nahe zu kommen.
Damit bietet der Film weder eine Antwort noch ein einfaches Urteil, sondern vielmehr reichlich Diskussionsstoff, und das ist – neben dem einfühlsamen Spiel der Hauptdarstellenden – ein wertvoller Beitrag. Interessant, berührend und mit bleibendem Nachhall.
cnm

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