NO MERCY

NO MERCY
Start: 05.03.2026 | FSK 16
Filmplakat © RealFiction



Deutschland, Österreich 2025
Genre: Dokumentarfilm
Länge: 104 Min.
Regie: Isa Willinger
Buch: Isa Willinger
Mit: Ana Lily Amirpour, Catherine Breillat, Jackie Buet, Margit Czenki, Virginie Despentes, Alice Diop, Valie Export, Nina Menkes, Marzieh Meshkini, Mouly Surya, Céline Sciamma, Joey Soloway, Monika Treut, Apolline Traoré
Schauspielerin: Lisa Sattler
Kamera: Bernadette Paaßen, Siri Klug, Doro Götz
Schnitt: Lena Hatebur BFS, Niki Mossböck
Musik: Brii Bauer, Jeschka Oszilat

In ihrer Doku No Mercy beschäftigt sich Isa Willinger mit der Frage, inwieweit Filmemacherinnen, die sich in ihren Arbeiten explizit mit Sex, Macht und Gewalt beschäftigen, nicht vielleicht die härteren Filme machen. Mit einer Kombination aus Interviews und Filmausschnitten geht sie dieser Frage auf den Grund.
Ihr Blick bzw. die Perspektiven der befragten Regisseurinnen öffnet und weitet meinen Blick und macht mich neugierig auf mehr. Konzeptionell finde ich den Wettbewerbsaspekt dieser Arbeit eher uninteressant: es kann kaum darum gehen, den Männern in Sachen filmischer Grausamkeit den Rang abzulaufen, damit würden sich Frauen unter Niveau verkaufen. Viel interessanter und wichtiger scheint mir, Frauen überhaupt in den Fokus zu rücken mit all ihren Perspektiven.

Denn seit je haben Männer – auch im Film – das Sagen. Männer stehen im Mittelpunkt der meisten Filme und auf Seiten der Produktion, Finanzmittel, der meisten Gewerke. Das muss sich ändern. Somit lautet für mich persönlich das Motto dieses Films viel eher: Frauen machen auch grausame und (sexuell) explizite Filme, aber mit anderen und vielschichtigeren Konnotationen und Reflexionsebenen!

Mir schien es nach Erleben dieser Doku wünschenswert, dass es viel mehr Zugang zu diesen Perspektiven gäbe, etwa in einer ständigen Reihe im Fernsehen: Frauen äußern sich filmisch zum Thema Eltern sein, Kind sein, Macht ausüben, kreativ sein, Macht ausüben, schwach sein und und und. Davon kann es gar nicht genug Input geben!

Sehens- und erlebenswerte Doku über weibliches Schaffen von krassen Filmmomenten hinsichtlich Gewalt, Macht und Sex – für mich allerdings mehr als ein Trigger denn als eine abgeschlossene Arbeit zu sehen. Ergo: mehr davon!

cnm 

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