DER FROSCH UND DAS WASSER
DER FROSCH UND DAS WASSER ★★★★★☆
Start: 30.04.2026 | FSK 6
Deutschland, Japan, Schweiz 2025
Genre: Roadmovie, Feel-GoodLänge: 113 Min.
Regie: Thomas Stuber
Buch: Gotthart Kuppel
Casting: Anja Dihrberg
Buch: Gotthart Kuppel
Casting: Anja Dihrberg
Cast: Aladdin Detlefsen, Kanji Tsuda, Bettina Stucky, Meltem Kaptan, Yuki Iwamoto, Cornelius Schwalm, Ikkô Masuda, Gen Seto, Katja Preuß, Sophie Lutz u.a.
Kamera: Filip Zumbrunn
Schnitt: Kaya Inan
Das Kunststück, was mit Der Frosch und das Wasser auf magische Weise gelingt, ist, dass die zentralen Figuren einer Geschichte kaum ein einziges Wort sprechen, der Film allerdings beglückend beredt ist. Während die anderen reden und rätseln (wer ist das? wo kommt er her? was will er?), finden die beiden Sonderlinge in einander so etwas wie einen familiären Draht, einen Spiegel, eine unerklärliche Verbindung. Cast und Regie gelingen hier Momente für die Ewigkeit, die sich durch kleinste Blicke und Gesten auszeichnen. In diesem Fall war mir der Ausgang der Geschichte sehr wichtig, und ohne ihn verraten zu wollen, nehme ich doch diese Energie mit und die Aussage, die mitschwingt: der Mensch gehört allein sich selbst und niemandem sonst!
Kamera: Filip Zumbrunn
Schnitt: Kaya Inan
Stefan Busch, von allen Buschi genannt, lebt in einer Wohngemeinschaft, in der man viel gemeinsam macht und sich die Betreuenden alle Mühe geben. Nur beim gemeinsamen Schwimmen bleibt er fern, das ist ihm nicht geheuer. Buschi spricht nicht, er hat dazu keinen Anlass, und er wirkt inmitten der lebendigen Gemeinschaft fremd und einsam. Also muss sich etwas ändern: während eines gemeinsamen Ausflugs koppelt er sich heimlich, still und leise von den anderen und stiehlt sich in einen Reisebus japanischer Touristen. Während der gemeinsamen Zeit schließt er bald eine eigenwillige Allianz mit dem überaus ernsten Hideo, der auch nicht viel vom Reden zu halten scheint. Doch scheint es, dass Hideo Buschi beschützen will. – Während nun also eine Betreuerin vollkommen hysterisch dem Bus nachreist, um Buschi nach Hause zu holen (was immer das sein soll), genießt Buschi selbst eine neue, ungekannte Freiheit.
Das Kunststück, was mit Der Frosch und das Wasser auf magische Weise gelingt, ist, dass die zentralen Figuren einer Geschichte kaum ein einziges Wort sprechen, der Film allerdings beglückend beredt ist. Während die anderen reden und rätseln (wer ist das? wo kommt er her? was will er?), finden die beiden Sonderlinge in einander so etwas wie einen familiären Draht, einen Spiegel, eine unerklärliche Verbindung. Cast und Regie gelingen hier Momente für die Ewigkeit, die sich durch kleinste Blicke und Gesten auszeichnen. In diesem Fall war mir der Ausgang der Geschichte sehr wichtig, und ohne ihn verraten zu wollen, nehme ich doch diese Energie mit und die Aussage, die mitschwingt: der Mensch gehört allein sich selbst und niemandem sonst!
Der Frosch und das Wasser ist ein ganz besonderer, poetischer Film, in dem ein Mann mit Down-Syndrom mal nicht als pittoresk oder niedlich-zurückgeblieben verkauft wird, sondern als der eigenverantwortliche Erwachsene, der er ist. Chapeau – und bitte mehr davon!
cnm
Preis als beste Darsteller
beim Tallinn Black Nights Film Festival für Aladdin Detlefsen und Kanji Tsuda

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