TOD MEINER JUGEND

TOD MEINER JUGEND
Start: 28.05.2026 | FSK k.A.
Oliver Szerkus | © missingFilms



Deutschland 2025
Genre: Spielfilm
Länge: 90 Min.
Regie: Timo Jacobs
Buch: Timo Jacobs, Daniel Jaro, Sophie Reyer
Cast: Nadeshda Brennicke, Timo Jacobs, Silas Peter, Sarah Bauerett, Sascha Geršak, Milo Eisenblätter, Oliver Szerkus, Ninel Geiger, Detlev Buck, Barbara Philipp, Susanne Wuest, Natalia Avelon, Katy Karrenbauer, Julius Feldmeier, Daniel Sellier, Rebecca Pap, Burak Yigit, Carsten Stahl, Dominic John Brandl, Lisa Katrina Mayer, Joscha Baltha, Attila Georg Borlan, Cynthia Buchheim u.a.
Kamera: Manuel Ruge
Schnitt: Oliver Walz, Jessica Rudolph
Musik: Alexander Müll

Kai Peter ist Hausmeister an der Schule seines Sohnes – derselben, die er einst selbst besuchte. Mit Frau Meli und Sohn Silas kehrt er in seine alte Heimat zurück. Alles scheint perfekt: ein sicherer Job, eine liebevolle Familie, und Silas, sein Sohn und ein vielversprechender Kickboxer, der ähnliche Interessen wie der Vater verfolgt. Doch Kai spürt eine innere Unruhe, die sich in unvermittelten Wutausbrüchen äußert. Ermuntert durch seine Frau, nimmt er Comedy-Coaching, um seinem Leben neuen Schwung zu geben und auch, um dem inneren Stress etwas entgegenzusetzen. Der Besuch im ehemaligen Kinderheim reißt alte Wunden auf, und die Begegnung mit Klaus, einem früheren Kollegen, konfrontiert ihn mit Vorkommnissen, die er zu gern verdrängt hätte.

Diese bittere Lebensgeschichte richtet sich – das ist zu spüren – an einer autobiografischen Geschichte und erzählt vom schmerzhaften Prozess einer psychischen Emanzipation. Kai Peter ist in jungen Jahren Schlimmes zugestoßen, und das wird vom Erwachsenen natürlich ungesund kompensiert. Also muss Aufarbeitung her, und die bietet sich hier in Form von. einem Comedy-Coach, also über den Humor.

Zwar transportiert sich die schmerzvolle Erfahrung, die geschickt skizziert (aber nicht ausgeschlachtet) wird, doch leider nicht unbedingt der Heilungsprozess. Allzu behauptet wirkt das "Talent" der Hauptfigur zum Comedian auf einer Bühne. Als langjährigem Comedian mit viel Bühnenerfahrung ist mir allzu bekannt, dass sich vor Publikum zwar gegensteuern, aber nicht genesen lässt. Des Weiteren sind viele Texte fürchterlich vernuschelt, das muss m.E. auf keinen Fall so sein und gibt dem Projekt einen laienhaften Anstrich.

Ich möchte dem Film, auch wenn ich von der Machart nicht wirklich überzeugt bin, zugute halten, dass er sich eines verdammt harten Themas beherzt annimmt und damit auf jeden Fall Denkprozesse und Diskussionen lostreten kann – und hoffentlich wird.

cnm 

Falls ich eine FSK-Angabe erfahre, werde ich diese noch nachtragen.


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