VIVALDI UND ICH
VIVALDI UND ICH ★★★★★★
Originaltitel: Primavera | Start: 21.05.2026 | FSK 12
Italien, Frankreich 2025
Genre: Biopic, HistorieLänge: 111 Min.
Regie: Damiano Michieletto
Buch: Ludovicy Rampoldi
Buch: Ludovicy Rampoldi
Nach: Tiziano Scarpa (Roman)
Casting: Gabriella Giannattasio
Casting: Gabriella Giannattasio
Cast: Tecla Insolia, Michele Riondino, Andrea Pennachi, Fabrizia Sacchi, Hildegard de Stefano, Cosima Centurioni, Federica Girardello, Rebecca Antonaxi, Chiara Saxcco, Miko Jarry, Valentina Bellè u.a.
Kostümbild: Maria Rita Barbera, Gaia Calderone
Kamera: Daria D'Antonio CCS – AFC
Schnitt: Walter Fasano AMC
Musik: Fabio Massimo Capogrosso
Im Venedig des 18. Jahrhunderts ist Antonio Vivaldi auf Jobsuche und darf als Leitung eines Orchesters mit exzellentem Ruf in einem Waisenheim ausschließlich für Frauen, dem Ospedale della Pietà, sein Glück versuchen. Bald trifft er dort auf die talentierte Violinistin Cecilia - eine so zurückhaltende wie begnadete junge Violinistin, die sich während der Auftritte vor wohlhabendem Publikum stets hinter einer Maske zu verstecken hat. Auf Anhieb erkennt Vivaldi ihr großes Talent und erklärt sie zur Ersten Geige. Die Liebe zwischen den beiden soll rein künstlerischer Natur sein, und sie soll existentielle Bedeutung haben, denn Cecilia ist eine Vermählung gegen ihren Willen und somit ein Leben in Unfreiheit vorbestimmt.
Kostümbild: Maria Rita Barbera, Gaia Calderone
Kamera: Daria D'Antonio CCS – AFC
Schnitt: Walter Fasano AMC
Musik: Fabio Massimo Capogrosso
Im Venedig des 18. Jahrhunderts ist Antonio Vivaldi auf Jobsuche und darf als Leitung eines Orchesters mit exzellentem Ruf in einem Waisenheim ausschließlich für Frauen, dem Ospedale della Pietà, sein Glück versuchen. Bald trifft er dort auf die talentierte Violinistin Cecilia - eine so zurückhaltende wie begnadete junge Violinistin, die sich während der Auftritte vor wohlhabendem Publikum stets hinter einer Maske zu verstecken hat. Auf Anhieb erkennt Vivaldi ihr großes Talent und erklärt sie zur Ersten Geige. Die Liebe zwischen den beiden soll rein künstlerischer Natur sein, und sie soll existentielle Bedeutung haben, denn Cecilia ist eine Vermählung gegen ihren Willen und somit ein Leben in Unfreiheit vorbestimmt.
Von Filmen diesen und ähnlichen Inhalts erwarte ich in der Regel nicht allzu viel. Doch in diesem Falle war die Überraschung groß! An Vivaldi und ich stimmt einfach alles. Die Geschichte einer weiblichen Emanzipation unter gänzlich von Männern dominierten Umständen ist der bis heute aktuelle Zündstoff, der einen gehaltvollen Film ausmachen kann. Hier jedoch spielen sämtliche Gewerke auf allerhöchstem Niveau: das Licht ist gesetzt, als hätte Johannes Vermeer höchstselbst das Sagen gehabt, die Musik fügt sich organisch ein, ohne zu dominieren, das Kostümbild gleicht einem Rausch in Perfektion, ohne jedoch unnötig aufzutrumpfen, die Kulissen sind echt und gelebt, Schauspiel (also auch Regie: selbst die kleinste Nebenfigur und Komparsenrolle erzählt ganze Biografien in einem kurzen Augenblick) und elegante Dramaturgie laden einen auf so magische Weise in diese Welt ein, dass man sich der Geschichte schlicht hingeben muss. Und der feministische Aspekt ist zuletzt regelrecht beflügelnd... Habe ich irgendwas vergessen?
Vivaldi und ich sei empfohlen allen, die sich für die schönen Künste interessieren und reich beschenkt aus dem Kino schweben möchten. Mir jedenfalls erging es so. – Dieser Film ist eine Perle!
cnm

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