MARRIAGE STORY
- Liebe -
USA 2019
Genre: Liebesfilm, Drama
Länge: knapp 140 Min.
MARRIAGE STORY ★★★★★★
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| Azhy Robertson, Adam Driver, Scarlett Johansson |
Genre: Liebesfilm, Drama
Länge: knapp 140 Min.
Regie: Noah Baumbach
Buch: Noah Baumbach
Buch: Noah Baumbach
Darsteller: Scarlett Johansson, Adam Driver, Azhy Robertson, Laura Dern, Alan Alda, Ray Liotta, Julie Hagerty, Merritt Wever u.a.
Kamera: Robbie Ryan
Schnitt: Jennifer Lame
Musik: Randy Newman
Kamera: Robbie Ryan
Schnitt: Jennifer Lame
Musik: Randy Newman
Michael Haneke drehte 2012 einen großen Film über die Liebe - Marriage Story ist diesem ebenbürtig.
Charlie und Nicole sind fest verankert mit der New Yorker Theaterszene: er als Regisseur, sie als Schauspielerin. Gemeinsam haben sie einen Jungen, Henry. Doch was für alle nach einem Lebensidyll aussieht, ist im Begriff zu zerbrechen: die beiden werden sich scheiden lassen. Dieser Film erzählt vom Hergang der Trennung.
Charlie und Nicole sind fest verankert mit der New Yorker Theaterszene: er als Regisseur, sie als Schauspielerin. Gemeinsam haben sie einen Jungen, Henry. Doch was für alle nach einem Lebensidyll aussieht, ist im Begriff zu zerbrechen: die beiden werden sich scheiden lassen. Dieser Film erzählt vom Hergang der Trennung.
Die unglaubliche Wucht dieser Arbeit liegt in der hochsouveränen Wahl der Mittel und einer makellosen, präzisen und authentischen Inszenierung. Neben den glänzenden Schauspielleistungen aller Beteiligten (oscarwürdig: sowohl Johansson als auch Driver) spielen ebenso Kamera, Schnitt und die Vertonung entscheidend mit. Randy Newman etwa schrieb einen hochromantischen Score, der die Trauer, die der Situation innewohnt doppelt und dreifach fühlen lässt (bitte einen Oscar auch hierfür). Die Kamera hat ein Eigenleben sehr ähnlich wie es im Klassiker Kramer gegen Kramer der Fall ist; sie rückt den Figuren mal auf die Pelle, um sie an anderer Stelle wieder verloren im Raum erscheinen zu lassen... keine der Kadrierungen oder Kamerabewegungen wirkt je beliebig oder plump. Newmans Musik wird zudem nicht als Kleister benutzt, sondern akzentuiert eingesetzt - viele Szenen kommen gänzich ohne aus und hier und da gibt es ein kleines, wie zufälliges Geräusch auf der Tonspur, das die Szene annähernd dokumentarisch erscheinen lässt (bitte einen Oscar für den Schnitt!).
Der sehr stille aber unübersehbare Witz in vielen Szenen oder kleinsten Momenten hat den Seltenheitswert der ganz frühen Arbeiten von Woody Allen (Oscar bitte fürs Drehbuch resp. die Regie), und dort, wo offensichtlich wird, was das unerträglich Paradoxe an einer Scheidung sein kann, dass nämlich eine Trennung nötig erscheint, während die Liebe noch kein Stück erloschen ist... kann einem die Tränen hinter den Augen erstarren lassen.
Der sehr stille aber unübersehbare Witz in vielen Szenen oder kleinsten Momenten hat den Seltenheitswert der ganz frühen Arbeiten von Woody Allen (Oscar bitte fürs Drehbuch resp. die Regie), und dort, wo offensichtlich wird, was das unerträglich Paradoxe an einer Scheidung sein kann, dass nämlich eine Trennung nötig erscheint, während die Liebe noch kein Stück erloschen ist... kann einem die Tränen hinter den Augen erstarren lassen.
Mit Marriage Story ist m.E. nicht weniger als ein cinéastischer Meilenstein gelungen, für den ich einfach nur dankbar bin. Absolute Empfehlung!
cnm
Siehe auch: Kramer gegen Kramer, USA 1980, R: Robert Benton
Die deutsche Synchronfassung von Marriage Story ist hervorragend unpathetisch.
Siehe auch: Kramer gegen Kramer, USA 1980, R: Robert Benton
Die deutsche Synchronfassung von Marriage Story ist hervorragend unpathetisch.

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