TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA
TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA ★★★★½☆
Start: 20.08.2026 | FSK 16
USA 2026
Genre: Horror, SlasherLänge: 112 Min.
Regie: Jane Schoenbrun
Buch: Jane Schoenbrun
Casting: Nicole Daniels
Buch: Jane Schoenbrun
Casting: Nicole Daniels
Cast: Hannah Einbinder, Gillian Anderson, Amanda Fix, Arthur Conti, Eva Victor, Zach Cherry, Sarah Sherman, Patrick Fischler, Dylan Baker, Jasmin Savoy Brown, Quintessa Swindell, Kevin McDonald, Jack Haven, Ryan McEwen u.a.
Kamera: Eric K. YueSchnitt: Graham Mason
Musik: Alex G
Nach Jahren liebloser Fortsetzungen und schwindender Fanbase wird das Slasher-Franchise Camp Miasma einer ambitionierten jungen Regisseurin zur Wiederbelebung überlassen. Als sie den einstigen Star der Originalfilme besucht, eine mittlerweile zurückgezogen lebende, sich geheimnisvoll gebende Schauspielerin, geraten die beiden Frauen in eine mystisch-finstere, blutgetränkte Welt voller Begehren, Angst und Wahnvorstellungen.
Hier weißt du nie, wo du dran bist, und das macht den Trip so spannend! Mal wird die Stimmung zwischen den beiden Frauen künstlich aufgeladen wie in einem 1940er Jahre-Klassiker, kurz darauf heißt es: war ja nur gespielt! Dann wird die Szene völlig surreal, war letztlich aber nur geträumt. Die Kulissen sind streckenweise derart künstlich, dass man sich in einem Märchenfilm glaubt (Ähnlich wie bei Herz aus Eis), und die Splatter-Sequenzen, ja die... sind so over-the-top, so drastisch und eigenartig ausgedehnt, dass mir schien: dies hier ist gar kein Splatter-Film, dies ist lediglich eine Reflexion übers Genre, eine Überhöhung, eine Satire aus feministischer Sicht.
Selbst mit feministischen Prinzipien wird hier sehr frech gespielt, wenn etwa die beiden Frauen Sex haben und sich dabei ihre höchst widersprüchlichen, selbsterniedrigenden Fantasien offenbaren. Völlig verrückt wird es, wenn es um den "kleinen Tod" geht (den Orgasmus) und die Frauen berichten, wie sie sich von sich selbst abspalten und zwei Perspektiven zugleich einnehmen, die beteiligte und die beobachtende.
Ein autoerotisches Ringen zwischen Macht und Ohnmacht. Kann mir noch irgendwer folgen?
Eines steht fest: Jane Schoenbrun hat's drauf. Sie spielt mit unseren Erwartungshaltungen, wie es lange niemand mehr getan hat: sie bedient sie satt und unterläuft sie zugleich. Das ist ebenso unverschämt wie genial. Geben Sie sich dieser Kunst des Erzählens hin, schauen Sie quasi durch einen Spiegel in einen Spiegel, fallen in einen elegischen Rausch! Und vor allem: lernen Sie, den Blick zu weiten und neu zu sehen....
cnm

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