THE END OF OAK STREET

THE END OF OAK STREET ★★☆☆☆
Start: 13.08.2026 | FSK 12
© Warner Bros. GmbH



USA 2026
Genre: Action, Sci-Fi
Länge: 100 Min.
Format: 2,39:1 (Scope)
Regie: David Robert Mitchell
Buch: David Robert Mitchell
Casting: Mark Bennett (III)
Cast: Anne Hathaway, Ewan McGregor, Maisy Stella, Christian Convery u.a.
Kamera: Mike Gioulakis
Schnitt: John Axelrad
Musik: Michael Giacchino

Die Familie Platt (Vater, Mutter, zwei Kinder) lebt ein aufgeräumtes, glückliches Vorstadtleben in der Oak Street, so sieht es zumindest auf den ersten Blick aus. Tatsächlich ist über die Jahre eine Kluft zwischen den Eheleuten entstanden – sie streiten viel, und es fällt immer schwerer, die Fassade aufrecht zu erhalten. Doch manchmal reißen uns neue Probleme aus den alten heraus, zum Beispiel dann, wenn's ums blanke Überleben geht. Ein unerklärliches kosmisches Ereignis reißt die Oak Street aus ihrem Vorstadtidyll heraus und befördert die gesamte Nachbarschaft an einen unbekannten Ort – oder besser eine andere Zeit! Hier wimmelt es von Dinosauriern, Alligatoren und anderen monströsen Reptilien, die den Menschen nach dem Leben trachten. Wie konnte das passieren?! Die Mitglieder der Familie Platt müssen plötzlich umdenken und feststellen, dass sie nur dann überleben können, wenn sie eng zusammenstehen.

Rein technisch ist dieses Sci-Fi Abenteuer mit teils absurd lustigen Momenten ein bemerkenswert liebevoll umgesetztes Revival der 1980er Jahre; sowohl popkulturell als auch cineastisch. Nicht allein die Dino-Thematik erinnert logischerweise an Spielbergs Frühwerk; etliche audiovisuelle, dramaturgische und szenische Details lassen an Ikonen der weitläufigeren Filmgeschichte denken (E.T., Die Vögel, um nur zwei zu nennen). Ein Beispiel hierfür ist der reizvolle "split-diopter-shot", in dem nahe und weit entfernte Objekte gleichermaßen scharf zu sehen sind und die man heute kaum noch zu sehen bekommt – bekannt z.B. aus Brian de Palma-Thrillern) Positiv zu verzeichnen ist auch der sehr langsame Spannungsaufbau, den ich jedem Thriller hoch anrechne. Doch haben wir es nicht wirklich mit einem Thriller zu tun, auch nicht mit einem veritablen Horror, ebensowenig mit konsequentem Trash oder knackiger Persiflage. Vielmehr mäandert dieser Unterhaltungsfilm zwischen den verschiedenen Genres von Moment zu Moment, wird mal albern, mal dramatisch, dann mystisch etc. Und dieser Mix tut ihm m.E. nicht unbedingt gut.

Denn sehr merklich konnte sich auch der Regisseur nicht für eine konsequente Farbe entscheiden. Der Schrecken bleibt oberflächlich, die Komik zu rar gesät, die Kamera zieht uns nicht wirklich ins Geschehen, selbst mit dem Einsatz von Meister Giacchinos Score vergriff man sich zuweilen im Schneideraum, überdramatisiert beispielsweise an Stellen, die eine Zuspitzung noch gar nicht erfordern. Im Endergebnis ist The End of Oak Street ein leicht nostalgischer, kurzweiliger Popcorn-Spaß, der jedoch leider nicht so richtig unter die Haut geht.

Sehr kurz gesagt: bei der Prämisse hätte der Film deutlich mehr fetzen können.

cnm 

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