THE NEW MUTANTS
Genre: Sci-Fi, Horror, Abenteuer, Superhelden
Länge: gut 90 Min.
Buch: Josh Boone, Knate Lee
Kamera: Peter Deming
Schnitt: Andrew Buckland, Matthew Rundell, Robb Sullivan
Musik: Mark Snow
Basierend auf der X-Men-Reihe inszeniert Regisseur Josh Boone einen packenden Mystery- Horrorfilm mit schaurigen Elementen, in dem neben anderen die Shootingstars Maisie Williams („Game of Thrones“) und Charlie Heaton („Stranger Things“) die Hauptrollen übernehmen".
Soweit die Info des Verleihers. Was ist dran?
Vorsichtig ausgedrückt: nicht viel. Und zwar sowohl formal als auch inhaltlich!
Einem packend erzählten Marvel-Film würde man ja nachsehen, dass Bild- und Lichtgestaltung derart lieb- und lustlos daherkommen, dass es schlimm nach low budget riecht. Aber auch alles Andere strauchelt hier unterhalb selbst geringer Erwartungen. Die Mutanten verhalten sich untereinander im sehr gewohnten psychologischen Rahmen eines Highschool-Filmchens: wer ist die beste Freundin, wer begehrenswert, wer die bedauernswerte Randfigur usw. - Eine einzige Ärztin überwacht die Truppe von Superwesen, und nur profane Barrieren halten diese von einer Flucht aus dem Isolations-Hospital ab? Im Ernst? - Die Gesamtsituation dümpelt dann auch recht dröge und unmotiviert vor sich hin, derweil man darauf wartet, welche Superkraft sich denn nun endlich als Nächstes zeige. Das alles hat einen recht naiven Duktus, um gegen Ende noch schnell mit ein paar deutlicheren Horror-Anleihen aufzuwarten - mit Figuren, die wahlweise schön scary sind und anderen, die wiederu fast ein bisschen lächerlich daherkommen -, worauf die für mich interessanteste Frage schließlich lautete: wer soll hier bloß die Zielgruppe sein?!
Einzig die Botschaft (wird hier nicht verraten) versöhnte mich ein wenig, wenn wir sie auch längst aus ungezählten, besser und spannender gemachten Filmen verwandter Genres auf dem Teller hatten.
Leidlich engagierter Film um eine Gruppe zwangskasernierter Supertalente, der sich stilistisch und episch nicht wirklich für eine gute oder zwingende Linie zu entscheiden weiß. Wenig überzeugend.

Kommentare
Kommentar veröffentlichen