THE VIRTUOSO
Regie: Nick Stagliano
Buch: James C. Wolf, Nick Stagliano
Buch: James C. Wolf, Nick Stagliano
Darsteller: Anthony Hopkins, Abbie Cornish, Anson Mount
Kamera: Frank Prinzi
Schnitt: James Lesage
Musik: Brooke Blair, Will Blair
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Kamera: Frank Prinzi
Schnitt: James Lesage
Musik: Brooke Blair, Will Blair
Ein Berufskiller als einsamer Wolf: sein Leben gilt lediglich der Ausübung seiner Profession. Anonyme Anschrift, kein Name, keine Beziehungen. Gelegentlich besucht ihn ein treuer Hund an der Hütte im Wald - dem stellt er einen Napf hin, das war's. Nachdem es bei einem etwas übereilt durchgeführten Auftrag einen schrecklichen so genannten Kollateralschaden gibt, reagiert sein Auftraggeber überraschend gefasst und erteilt ihm einen neuen, etwas befremdlichen Auftrag. Der Namenlose soll sich um eine bestimmte Zeit in einer bestimmten Kaschemme im Nirgendwo einfinden und dort eine Person eliminieren, die ihm namentlich nicht einmal bekannt ist. Nur eine Art Codewort bekommt er auf einem Stückchen Papier gereicht. In dem Wirtshaus angekommen, beginnt gleichzeitig ein Flirt mit der dortigen Bedienung und die Suche nach seiner Zielperson. Ohne handfeste Anhaltspunkte kein Kinderspiel!
Für einen Thriller bedient sich der Filmemacher ebenso unüblicher Mittel wie der Auftraggeber des Killers. Alles ist auffallend ruhig und langsam erzählt, die Bilder hochästhetisch, die Atmosphäre kontemplativ. Außerdem sind die Darsteller auffallend gutaussehend und gut gekleidet, fast wie in einer Cognacwerbung (die Haare immer perfekt!). Oft hören wir den Killer aus dem Off sprechen, mit anderen Worten: seine Gedanken, seine Lebensphilosophie, seine strategischen Überlegungen. In Verbindung mit der elegischen Musikuntermalung. Das alles ergäbe einen wunderbaren Film-Noir, wenn... ja wenn diese Mittel nicht über ein sinnvolles Maß hinaus strapaziert würden!
Allzu ungewollt kammerspielartig ist die Szenerie, gekünstelt die Choreographie der Menschen im Raum, unlogisch die Psychologie vieler Figuren in zu vielen Momenten, und letztlich allzu deutlich spürbar, auf was das alles hinausläuft. Besonders aufs Ende hin fehlte der Mut, die Kamera rechtzeitig vom Stativ zu nehmen und somit Beunruhigung zu evozieren, ebenso wie das Gespür für Musikunterlegung in entscheidenden Momenten.
Ein vielversprechender Thriller um einen Berufskiller in der Bredouille vertrocknet gewissermaßen daran, dass er sich bis zum Ende allzu konsequent an seine formalen Parameter klammert.
cnm
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