DER MANN, DER IMMER KLEINER WURDE – DIE UNGLAUBLICHE GESCHICHTE DES MR. C
DER MANN, DER IMMER KLEINER WURDE ★★★★☆☆
– DIE UNGLAUBLICHE GESCHICHTE DES MR. C
Originaltitel: L'Homme qui rétrécit | Start: 06.11.2025 | FSK 12
– DIE UNGLAUBLICHE GESCHICHTE DES MR. C
Originaltitel: L'Homme qui rétrécit | Start: 06.11.2025 | FSK 12
Belgien, Frankreich 2025
Genre: Fantasy, Horror, Drama, RemakeLänge: 99 Min.
Regie: Jan Kounen
Buch: Jan Kounen, Christopher Deslandes
Casting: Michaël Bier
Buch: Jan Kounen, Christopher Deslandes
Casting: Michaël Bier
Cast: Jean Dujardin, Marie-Josée Croze, Stéphanie Van Vyve, Daphné Richard, Serge Swysen, Salim Talbi
Kamera: Christophe Nuyens
Schnitt: Anny Danché
Musik: Cecile Coutelier, Xavier Forcioli, Elise Luguern
Kamera: Christophe Nuyens
Schnitt: Anny Danché
Musik: Cecile Coutelier, Xavier Forcioli, Elise Luguern
Pauls Leben spielt sich zwischen dem Schiffbau-Geschäft und seinem schönen Haus am Meer mit Frau und Tochter ab. Als er eines Tages auf hoher See in ein merkwürdiges Wetterphänomen gerät, löst dies etwas Beunruhigendes aus: er beginnt unaufhaltsam zu schrumpfen, ohne dass die Ärzte es erklären könnten oder ein Gegenmittel hätten. Seine vertraute Umgebung verwandelt sich plötzlich in eine feindliche Welt, in der Begegnungen mit Katzen, Mausefallen und Spinnen zu einer Frage von Leben und Tod werden.
Mit gleichem Stoff faszinierte Regisseur Jack Arnold bereits im Jahr 1957. Die beunruhigende hypothetische Frage, die hier in den Raum gestellt wird ist, wie es wohl wäre, wenn der Körper immer kleiner wird, und was dann noch Menschsein bedeutete? Beunruhigend deshalb, weil die meisten von uns Bedeutungslosigkeit (die sich aufdrängende Analogie zum Schrumpfen) als etwas Grauenhaftes und Bedrohliches empfinden. Hier erleben wir, wie dann auch tatsächlich Blickschwerpunkte und Bedeutung elementar verrückt. Bei allem guten Willen ändert sich letztlich alles, und es gibt kein Entkommen. Kluge und und beiläufig eingestreute Sätze wie "Eigentlich könnte unser Leben ganz gut auf uns verzichten" untermauern das schon zu Beginn.
Die Kameraarbeit in Kooperation mit einer sehr ausgefeilten SFX-Abteilung leistet ganze Arbeit, die Musik könnte hier und da etwas weniger pittoresk sein. Eines fiel mir bei aller Faszination jedoch auf. Mit deutlich beschränkteren Mitteln hat man in den 1950er Jahren psychologisch größeren Effekt erzielt. Beispielsweise in der Begegnung mit der Hauskatze war das Tierchen mit richtig guten Ideen deutlich aggressiver und bedrohlicher, während das Tier im Remake hauptsächlich stupide von A nach B läuft. Das wäre mal wieder ein Beweis dafür, dass technische Freiheit nicht zwingend die besseren Ergebnisse liefert und dass Beschränkungen der Mittel die Kreativität fördern.
Die letzten Momente des existenziell-philosophischen Gruselfilms sind aus bestimmten Gründen sonderbar, aber auch schön und eindrücklich. Sie lassen uns Gelegenheit, den Film nachwirken zu lassen. Logischerweise sollte dies Abenteuer für die volle Wirkung auf großer (!) Leinwand erlebt werden...
cnm

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