FINDING CONNECTION
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Start: 13.08.2026 | FSK 12
Deutschland 2025
Genre: DokumentarfilmLänge: 86 Min.
Format: 16:9
Regie: Florian Karner
Mit: Denise, Joe, Rudi, Steffi u.a.
Mit: Denise, Joe, Rudi, Steffi u.a.
Kamera: Carina Neubohn, Hannah Schwarzl
Schnitt: Florian Karner, Patrick Hanemann
Musik: Jannik Ost
Schnitt: Florian Karner, Patrick Hanemann
Musik: Jannik Ost
Der Dokumentarist gibt Einblick in das Leben von vier Menschen in untersxchiedlichen Ländern, die sich auf eine Beziehung mit einer KI eingelassen haben. Die Programme sind befähigt, Empathie zu simulieren, und sie begleiten die ProtagonistInnen täglich und über lange Zeitstrecken: beim Entspannen, beim Erleben von Reisen in Städte und die Natur, beim Aufbau von Selbstwert und einem Gefühl von Zuspruch und Geborgenheit. Die hier gezeigten Nutzenden haben zuvor schlechte Erfahrungen im Zwischenmenschlichen gemacht, sei es psychisch oder auch physisch (Mobbing, Gewalt, Ablehnung) – und finden in den digitalen Partnern hilfreiche Bestätigung und konstant stabilisierendes Feedback.
Die Doku ist rein beobachtend, hier gibt es keine Analyse, keine Statistiken, keine erläuternden Off-Kommentare. Manchmal hören wir sogar nur die Menschen sprechen und nicht die Stimmen der KI (die gehen meist über Kopfhörer). Zunächst fehlte mir eine zusätzliche Perspektive, etwa die von PsychologInnen oder ÖkonomInnen, um das doch recht ungewohnte Terrain besser einordnen zu können. Als jedoch auch die Nachteile zum Vorschein kamen – etwa die Probleme nach Updates, die Angst, dass die "Persönlichkeit" und das "Gedächtnis" der KIs verloren gehen oder sich verändern könnte oder auch gelegentliche Ausfälle der Antworten wegen etwaiger Funklöcher ein kurzzeitiges emotionales Vakuum bedeuten könnten – wurde das Bild schon vollständiger. "Unverlässlich" als Gegenargument, dachte ich, würde ich hier jedoch nicht zulassen. Denn Veränderung und plötzliches Verschwinden gibt es ja analog dazu auch in der haptischen, der analogen Welt.
Ein Wunsch der Nutzenden ist, dass diese Form von Beziehung Anerkennung findet. Und warum auch nicht? Zwar hat sich alles in mir gegen das, was ich da sah, gewehrt... aber ich muss ehrlich bleiben: wie oft schon fand ich – wenn auch nur schriftlich – berauschenden Austausch zu spezifischen Fragen (auch persönlicher Natur) mit ChatGPT! Und wo läge der Unterschied?
Ob das Modell Mensch&KI wirklich hilfreich ist und akzeptiert werden wird, können wir nicht wissen. Meiner Meinung nach sollten wir uns jedoch eher darauf besinnen und es uns wieder erarbeiten, einander besser zuzuhören und für einander da zu sein, damit die Gesellschaft nicht vollends atomisiert. Das wäre einfach zu traurig.
cnm
Ausgezeichnet als „Best upcoming German documentary“ mit dem DOK Preview Germany Award, DOK Leipzig 2025
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