DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT
- "Zieh' einfach den Stuhl weg" -
DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT ★★★★½☆
DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT ★★★★½☆
Originaltitel: Sheytan vojud nadarad | Kinostart: 19.08.2021 | FSK 12
Deutschland, Tschechische Republik, Iran 2020
Genre: Drama, EpisodenfilmLänge: rund 2,5 Stunden
Regie: Mohammad Rasoulof
Buch: Mohammad Rasoulof
Buch: Mohammad Rasoulof
Darsteller: Ehsan Mirhosseini, Shaghayegh Shourian, Kaveh Ahangar, Alireza Zareparast, Salar Khamseh, Darya Moghbeli, Mahtab Servati, Mohammad Valizadegan, Mohammad Seddighimehr, Jila Shahi, Baran Rasoulof
Kamera: Ashkan Ashkani
Schnitt: Mohammadreza Muini, Meysam Muini
Musik: Amir Molookpour
In vier isolierten Einzelsequenzen beschäftigt sich der iranische Independent-Regisseur mit ethisch-moralischen Antworten auf die Frage: was tun, wenn dir das Morden befohlen wird? Hinein spielen alle denkbaren Aspekte der menschlichen Natur: Bestechlichkeit, Bequemlichkeit, Integrität, Scham, äußere Zwänge, Mut, Tapferkeit, Schuld, Vergebung, Verdrängung. Dass dies ein hochmoralisches Essay ist, liegt auf der Hand. Und mindestens eine Schnittfolge wird wohl allen die Sprache verschlagen und lange im Gedächtnis bleiben. Allerdings meine ich, dass es einer solchen epischen Breite nicht zwingend bedurft hätte. Sie gibt m.E. den Episoden nicht mehr Tiefe, sondern ermüdet sie. In jedem Fall ist Doch das Böse gibt es nicht ein relevanter, ein mutiger Film zu einem brisanten Themenkomplex.
Ich bin milde ausgedrückt etwas baff, dass ein solcher Film die Altersfreigabe ab 12 erhalten hat.
Haben die bei der Sichtung gepennt?! Sie können meine Kritiken als
Kamera: Ashkan Ashkani
Schnitt: Mohammadreza Muini, Meysam Muini
Musik: Amir Molookpour
Ein Familienvater, der tapfer durch seinen Alltag schleicht und dabei wie ein Zombie wirkt, wie ein Lamm auf dem Weg zur Schlachtbank. Das Leben ist geordnet, aber...
Ein tief verzweifelter Soldat, der den Befehl zum Töten eines Verurteilten erhalten hat. Er wehrt sich mit allen Mitteln gegen die Durchführung.
Ein Soldat auf Urlaub für wenige Tage: er hat Sehnsucht nach seiner Liebsten. Bei ihr angekommen, findet er ihre ganze Familie in Trauer vor.
Der Onkel ist Arzt, die Nichte zu Besuch bei ihm und seiner Frau. Er darf nicht praktizieren und hat seiner Nichte etwas zu sagen.
In vier isolierten Einzelsequenzen beschäftigt sich der iranische Independent-Regisseur mit ethisch-moralischen Antworten auf die Frage: was tun, wenn dir das Morden befohlen wird? Hinein spielen alle denkbaren Aspekte der menschlichen Natur: Bestechlichkeit, Bequemlichkeit, Integrität, Scham, äußere Zwänge, Mut, Tapferkeit, Schuld, Vergebung, Verdrängung. Dass dies ein hochmoralisches Essay ist, liegt auf der Hand. Und mindestens eine Schnittfolge wird wohl allen die Sprache verschlagen und lange im Gedächtnis bleiben. Allerdings meine ich, dass es einer solchen epischen Breite nicht zwingend bedurft hätte. Sie gibt m.E. den Episoden nicht mehr Tiefe, sondern ermüdet sie. In jedem Fall ist Doch das Böse gibt es nicht ein relevanter, ein mutiger Film zu einem brisanten Themenkomplex.
cnm
Ich bin milde ausgedrückt etwas baff, dass ein solcher Film die Altersfreigabe ab 12 erhalten hat.
Haben die bei der Sichtung gepennt?!
Der Film erhielt auf der Berlinale 2020 den Goldenen Bären (Bester Film).
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