DAS LICHT, AUS DEM DIE TRÄUME SIND

DAS LICHT, AUS DEM DIE TRÄUME SIND ★★★★★★
Originaltitel: Last Film Show | Filmstart: 12.05.2022 | FSK 12
Bhavin Rabari | ⓒ Neue Visionen Filmverleih




Indien, Frankreich 2021
Genre: Drama, Feel-Good
Länge: 110 Min.
Regie: Pan Nalin
Buch: Pan Nalin
Cast: Bhavin Rabari, Bhavesh Shrimali, Richa Meena, Dipen Raval, Paresh Mehta u.a.
Kamera: Swapnil S. Sonawane
Schnitt: Shreyas Beltangdy, Pavan Bhat
Musik: Cyril Morin

Vater sagt: "Wir gehen ins Kino!". Der kleine Samay wundert sich sehr, wurde doch das Kino bislang zur Tabuzone erklärt. Der Grund für die Ausnahme: dieser Film sei religiös, und es werde auch der einzige Besuch bleiben. - Kein Zweifel: kaum, dass die Vorstellung begonnen hat, versinkt der Junge in den Bildern, der Stimmung, der Magie und ist dem Kino augenblicklich verfallen. Von nun an muss er heimlich die Vorstellungen besuchen. Was gelingt, da er den freundlichen Filmvorführer als Freund gewinnt und diesen mit den Köstlichkeiten, die seine Mutter ihm täglich in einer Lunchbox mitgibt, bestechen kann. Parallel experimentiert er mit seinen Freunden, um herauszufinden, wie man das Licht verstehen, einfangen und daraus Filme machen kann. Da er hierfür lügt und die Schule schwänzt, kann die Sache kaum gut ausgehen.

Das Licht, aus dem die Träume sind ist ein Film für alle, die das Kino lieben. Und nicht nur für die! - Der Film ist für mich die schönste Liebeserklärung ans Kino, die ich je gesehen habe: visuell stark, großartig besetzt, lässig geschrieben und geführt, berührend musikalisch vertont, dramaturgisch so stark, dass mir ständig die Tränen in die Augen stiegen. Eine Liebeserklärung an die Magie, die entsteht, wenn du im Leben das tust, wofür du brennst (wie hier auch das liebevoll zubereitete Essen der Mutter). Es ist mir schwer vorstellbar, dass der Film irgendjemanden kalt lassen könnte. Sollten Sie sich je gefragt haben: wieso rennt einer nur permanent ins Kino? - Das Licht, aus dem die Träume sind könnte die Antwort darauf nicht besser formulieren.

Fantastisch. Bislang mein cinéastisches Glanzlicht des Jahres.

cnm

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