GASOLINE RAINBOW
GASOLINE RAINBOW ★★★★☆☆
Start auf MUBI: 31.05.2024 | FSK -
Großbritannien, USA 2023
Genre: Roadmovie, GenerationenporträtLänge: 110 Min.
Regie: Turner Ross, Bill Ross IV
Buch: Turner Ross, Bill Ross IV
Casting: Lauren Cargo, Jesy Rael Buhl
Buch: Turner Ross, Bill Ross IV
Casting: Lauren Cargo, Jesy Rael Buhl
Cast: Micah Bunch, Nathaly Garcia, Nichole Dukes, Tony Aburto, Makai Garza u.a.
Kamera: Turner Ross, Bill Ross IV
Schnitt: Turner Ross, Bill Ross IV
Musik: Casey Wayne McAllister
cnm
Kamera: Turner Ross, Bill Ross IV
Schnitt: Turner Ross, Bill Ross IV
Musik: Casey Wayne McAllister
Nach ihrem Highschool Abschluss begeben sich fünf Adoleszenten aus Wiley (Oregon) mit einem Van auf eine lange Reise durchs Land, an den Pazifik - und eigentlich ins Unbestimmte. Während ihrer Odyssee durch Wüstenlandschaften, Industriegebiete und verschlafene Kleinstädte begegnen sie anderen verlorenen Seelen und geben sich diesen Begegnungen mit all ihrer Sehnsucht nach so etwas wie Zugehörigkeit oder Geborgenheit hin, erkennen die Fremden und erkennen sich selbst. Eine fast schon euphorische Scheißegalhaltung schwebt über allem Geschehen und über ihrer dräuenden Resignation.
Als älterem Zuschauer mit einem konventionellen Welt- und Filmverständnis ist es mir schwer gefallen, diesem Narrativ zu folgen, da ich ständig den Eindruck hatte, mit meiner Erwartung einer benenn- oder greifbaren Handlung im Stich gelassen zu werden. Aber genau darum geht es in diesem Hybrid aus Spielfilm und Dokumentation: um den Blick ins Leere, um das Warten auf etwas, was kommt oder eben auch nicht (mehr) kommt und schlussendlich um das konsequente Leben im Hier und Jetzt - Stichwort Letzte Generation. Damit ist Gasoline Rainbow nicht bloß die Beschreibung der abenteuerlichen Reise einer Gruppe, sondern auch oder vor allem die deutlich spürbare Introspektive von fünf jungen Individuen.
Formal habe ich lange nicht mehr etwas so frei Erzähltes auf der Leinwand gesehen: Kamera und Schnitt folgen keinen altbekannten Regeln, die Vertonung ist frei und wild und authentisch. Diese Reise ins Unbestimmte hat mich im Übrigen stark an Sean Penns Into The Wild (2007) erinnert; das wäre dann vielleicht doch noch eine mögliche Einordnung.
Unerwartet unkonventionelles Roadmovie mit krassem Indie-Charme; ein Generationenporträt wie als radikaler Gegenentwurf zu den vielen Hochglanzklischees des Blockbuster-Kinos. Leider nicht auf der großen Leinwand zu erleben.
cnm
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