WUTHERING HEIGHTS – STURMHÖHE
WUTHERING HEIGHTS – STURMHÖHE ★★★★½☆
Originaltitel: WUTHERING HEIGHTS | Start: 12.02.2026 | FSK 16
Großbritannien, USA 2026
Länge: 136 Min.
Regie: Emerald Fennell
Buch: Emerald Fennell
Nach: Emily Brontë (Roman von 1847)
Casting: Kharmel Cochrane, Rose Powell
Buch: Emerald Fennell
Nach: Emily Brontë (Roman von 1847)
Casting: Kharmel Cochrane, Rose Powell
Cast: Margot Robbie, Jacob Elordi, Hong Chau, Alison Oliver, Shazad Latif, Ewan Mitchell, Amy Morgan, Jessica Knappett, Charlotte Mellington, Owen Cooper u.a.
Kamera: Linus Sandgren
Schnitt: Victoria Boydell
Musik: Anthony B. Willis
Schnitt: Victoria Boydell
Musik: Anthony B. Willis
Ein Findelkind wird in die wohlhabende Familie Earnshaw im Hause aufgenommen, wo er seine Adoptivschwester Cathy kennenlernt. Der Vater, ein Mann von großem Hochmut, stellt sich den Jungen als eine Art Spielzeug für Cathy vor, darum darf sie ihm auch einen Namen geben – sie nennt ihn Heathcliff. Da der Neue im Hause vom Adoptivvater durchweg wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt wird, gewinnt für ihn die Beziehung zu Cathy – die beiden finden schnell zu einer Art liebenden Symbiose – enorm an Bedeutung. Umgekehrt gilt das Gleiche. In die Nachbarschaft zieht der wohlhabende Edgar Linton, dem Cathy irgendwann begegnet und der ihr bald darauf einen Antrag macht. Aufgrund von kleinsten Missverständnissen und einer Intrige kommt es dazu, dass Cathy einwilligt, Heathcliff das mitbekommt und Hals über Kopf das Anwesen verlässt. Als er Jahre später – inzwischen wohlhabend – zurückkehrt, ist Earnshaw Senior ein armer Schlucker und die geliebte Adoptivschwester längst verheiratet, an einen luxuriösen Lebensstil gewöhnt und darüberhinaus schwanger. Die Leidenschaft der beiden für einander brennt jedoch unvermindert.
Emerald Fennell greift tief in die Kitsch-Kiste, der Film ist geradezu überladen mit großen Emotionen, Kostüm-, Musik- und Bühnen-Opulenz, in etwa so, als hätte sie den ganzen Film in einer gigantischen Schneekugel gedreht. Scharfe Licht- und Farbkontraste, Tableaus, die als Bühnenbilder Begeisterung hervorrufen würden, dramatischer Nebel, dramatische Landschaften, künstliche Details in Requisite (und auch musikalisch), die teils überraschend modern und symbolträchtig daherkommen, es ist, als wäre die Form der eigentliche Protagonist des Films, auch wenn, jawohl, die schauspielerischen Leistungen klasse sind. (Die deutsche Synchronarbeit kann hier nicht mithalten, sie ist allzu oberflächlich, Übersetzungen unbeholfen, die Raumakustik wurden bei der Mischung schon wieder kaum berücksichtigt).
Was die Story angeht, muss man Schmonzetten mögen, da gibt's keine Diskussion. Ich konnte die überbordende, ausladende Künstlichkeit, das Pathos und die Gefühlsduselei in dieser (so kaum mehr gesehenen) Konsequenz gut ab.
cnm

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