DAS GEWICHT DER WELT
DAS GEWICHT DER WELT
Start: 07.05.2026 | FSK 0
Deutschland 2025
Genre: DokumentarfilmLänge: 94 Min.
Regie: Florian Heinzen-Ziob
Mit: Dr. Nana-Maria Grüning, Dr. Maria Hörhold, Prof. Dr. Sebastian Seiffert
Kamera: Enno Endlicher
Schnitt: Florian Heinzen-Ziob
Diese äußerst nüchtern gebaute Dokumentation dreier KämpferInnen kommt ein wenig daher wie das letzte Fiepen einer aussterbenden Spezies. Allzu deutlich wird immer wieder ihre Ratlosigkeit, das Schwinden ihrer Kräfte, die Sehnsucht nach Gehör aus der Öffentlichkeit. Doch die Medien sind ihrer (Aktionen und Warnungen) müde geworden, und ohne die Medien kaum noch Gehör aus der breiten Masse der Bevölkerung. Gerade sehr junge Menschen in Schulen und an den Unis sollten doch aufmerken wenn es um ihre eigene zukünftige Lebensgrundlage geht – doch offenbar gibt es gerade von ihnen eine Abwehrreaktion, die auch so weit gehen kann, dass dutzende Studierende plötzlich den Hörsaal verlassen. Hier wird auch ihrerseits eine Überforderung vermutet.
Kamera: Enno Endlicher
Schnitt: Florian Heinzen-Ziob
Wissenschaft soll sachlich sein: Fakten statt Gefühle. Aber eine neue Generation Naturwissenschaftler:innen erlebt, wie ihre Forschung durch den Klimawandel aus den Fugen gerät. Statt die Wunder der Natur zu entdecken, sind Maria, Doktorin der Glaziologie, Sebastian, Professor für Physikalische Chemie, und Nana, Molekularbiologin, Chronisten einer untergehenden Welt. Aber niemand hört auf sie. Was tun? Statt sich frustriert in den Elfenbeinturm ihrer Forschung zurückzuziehen, verlassen Maria, Sebastian und Nana das Labor und werden zu Aktivist:innen – denn sie tragen auf ihren Schultern das Gewicht der Welt.
Diese äußerst nüchtern gebaute Dokumentation dreier KämpferInnen kommt ein wenig daher wie das letzte Fiepen einer aussterbenden Spezies. Allzu deutlich wird immer wieder ihre Ratlosigkeit, das Schwinden ihrer Kräfte, die Sehnsucht nach Gehör aus der Öffentlichkeit. Doch die Medien sind ihrer (Aktionen und Warnungen) müde geworden, und ohne die Medien kaum noch Gehör aus der breiten Masse der Bevölkerung. Gerade sehr junge Menschen in Schulen und an den Unis sollten doch aufmerken wenn es um ihre eigene zukünftige Lebensgrundlage geht – doch offenbar gibt es gerade von ihnen eine Abwehrreaktion, die auch so weit gehen kann, dass dutzende Studierende plötzlich den Hörsaal verlassen. Hier wird auch ihrerseits eine Überforderung vermutet.
Selbst, wenn die WissenschaftlerInnen immer wieder betonen, dass ökologische Forschung keiner Partei angehört, wird das ökologische Anliegen doch immer wieder politisiert, bestimmten Parteien zugeschrieben und gegen jede Vernunft kleingemacht, abgewehrt.
Mein einfaches Fazit: die Gier nach Geld, Besitz, Macht und unser aller Bequemlichkeit (wer wollte schon auf sein Auto, seine Autos verzichten, selbst wenn er/sie sie nicht wirklich braucht?), die Macht der Lobbys ist einfach zu groß, der Mensch zu leicht käuflich, zu einfach zu verängstigen, zu bequem, aufs Rad zu steigen, auf Annehmlichkeiten zu verzichten. Die Politik, das Bildungssystem versagen seit Jahrzehnten.
Tja. Das Gewicht der Welt lastet womöglich auf den Schultern einiger weniger, die sich (noch) engagieren. Aber machen wir uns nichts vor: letztlich lastet es auf all unseren Schultern, die wir sie in den Niedergang führen. Die Frage ist bloß: schauen wir hin?
cnm

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