DISCLOSURE DAY – DER TAG DER WAHRHEIT
DISCLOSURE DAY – DER TAG DER WAHRHEIT ★★★☆☆☆
Originaltitel: DISCLOSURE DAY | Start: 10.06.2026 | FSK 12
USA 2026
Genre: Sci-Fi, BlockbusterLänge: 145 Min. (langer Film)
Regie: Steven Spielberg
Buch: David Koepp (nach einer Geschichte von Steven Spielberg)
Casting: Cindy Tolan
Buch: David Koepp (nach einer Geschichte von Steven Spielberg)
Casting: Cindy Tolan
Cast: Emily Blunt, Josh O'Connor, Colin Firth, Eve Hewson, Colman Domingo, Wyatt Russell, Henry Lloyd-Hughes, Courtney Grace, Jeremy Shamos, Elizabeth Marvel, Clarke Thorell, Jordan Gelber u.a.
Kamera: Janusz Kaminski
Schnitt: Sarah Broshar
Musik: John Williams
Kamera: Janusz Kaminski
Schnitt: Sarah Broshar
Musik: John Williams
Margaret Fairchild arbeitet als Wettermoderatorin bei einem Fernsehsender in Kansas City, sie sehnt sich jedoch nach anspruchsvolleren Aufgaben als Journalistin. Dieser Wunsch geht auf unerwartete Weise in Erfüllung, als sie live während eines TV-Auftritts plötzlich von einem unerklärlichen Phänomen heimgesucht wird. Während die Behörden zu vertuschen suchen, dass Außerirdische dahinter stecken könnten, will der Aktivist Dr. Daniel Kellner die Weltöffentlichkeit über die Wahrheit aufklären. Als Cybersicherheitsexperte saß er früher bereits wegen eines Hackerangriffs im Gefängnis, nun arbeitet er für die Geheimorganisation WARDEX, die sämtliche Informationen über UFOs und außerirdisches Leben unter Verschluss hält. Die Frage ist: warum? Noah Scanlon, der Leiter der Organisation, möchte diese gesammelten Daten aus politischen Beweggründen mit allen Mitteln vor der Öffentlichkeit verbergen. Ein handgroßes Gerät mit unvorstellbarer Power kann hierbei – je nach Besitzer – Segen oder Fluch sein...
Spielberg legt wieder einen Film der Superlative vor, einen Film, in dem Staraufgebot, kameratechnische Finesse, die dramatisierende Musik des legendären John Williams, bedeutungsvolle metaphorische Ebenen und tricktechnische Salti einander permanent zu übertrumpfen zu wollen scheinen. Doch je mehr eine Emily Blunt große Kulleraugen macht, Menschenmassen wie gelähmt auf Monitore oder zu etwas nach oben starren, je mehr sich wie in einer Mahler-Symphonie der Klimax einer Enthüllung ähnlich der Auferstehung Jesu ankündigt, desto offensichtlicher wird, dass Spielberg vorrangig an so etwas wie seinem Vermächtnis bastelt, indem er eine Art Zitatenwolke all seiner bisherigen Werke so geschickt als möglich zu etwas vermeintlich Neuem formt. Dass die Menschheit verraten und verkauft wurde, ist leider nicht neu und wird mit Disclosure Day auch nicht wirklich neu angegangen, ähnlich wie John Williams zwar einen soliden Score beisteuert, der jedoch mangels Innovation oder erkennbarer Melodie als Alleinstellungsmerkmal im Gedächtnis bliebe.
Die universelle Erkenntnis bleibt hier aus, der große Akt der Enthüllung ähnelt dem Platzen einer Seifenblase, und nun sind wir, die Zuschauenden, gefragt, ob wir dem suggerierten Staunen angesichts etwas sehr Großem blindlings folgen oder für einen Moment in uns gehen, uns selbst prüfen wollen, was es mit diesem überlangen Film tatsächlich auf sich hat.
Seltsam. Spielberg hatte doch längst bewiesen, dass er mit unscheinbareren Stoffen und weit weniger Aufwand unsere Herzen zu erobern vermag. Ich hoffe, dies war nicht sein letzter Streich.
Seltsam. Spielberg hatte doch längst bewiesen, dass er mit unscheinbareren Stoffen und weit weniger Aufwand unsere Herzen zu erobern vermag. Ich hoffe, dies war nicht sein letzter Streich.
cnm

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