FLUSS

FLUSS
Start: 11.06.2026 | FSK k.A.
Wir erreichen Hamburg... | © Real Fiction Filmverleih



Deutschland 2026
Genre: Dokumentarfilm
Länge: 83 Min.
Regie: Timo Großpietsch
Buch: Timo Großpietsch
Kamera: Timo Großpietsch
Schnitt: Martin Hüsges
Musik: Vladyslav Sendecki

Diese dokumentarische Reise entlang der Elbe, von ihrer Quelle im nebelverhangenen Riesengebirge bis zur breiten Mündung in die Nordsee, entlarvt die tiefgreifende Prägung und Nutzung des Flusses durch den Menschen und dekonstruiert die vermeintliche Natürlichkeit der Landschaften.

Im Riesengebirge, einer Region durchdrungen von Mythen und dem Geist Rübezahls, beginnt die Elbe ihren Lauf. Ein schlichter Betonring markiert die Quelle, die hier unter den Augen pilgernder Touristen entspringt. Der Film nimmt uns mit durch die tiefen, dunklen Gänge der Staudämme und führt uns entlang der alten innerdeutschen Grenze, zu Hochwassern und Umweltzerstörung bis hin zu den weiten Mündungsgebieten bei Cuxhaven. Jede der 28 Staustufen sind Zeugen der menschlichen Eingriffe. Sand und Kies werden dem Boden entrissen, Schiffe fahren mit überdimensionierten Fahrstühlen und gleiten durch die Nacht. Großpietsch zeigt in beeindruckenden Bildern, wie der Fluss durch die Jahrhunderte vom Menschen geformt und genutzt wurde.

Die beeindruckenden und atmosphärisch stimmig vertonten Bilder kommen sicher am besten auf großer Leinwand: hier steckt Sorgfalt und ein gutes Gespür für Wirkung in jeder Einstellung. Die Exkurse zurück in die Geschichte der Elbe bis in die 1920er Jahre werden durch Splitscreens (meist zwei Quadrate nebeneinander) aufgepeppt, viele Totalen aus der Vogelperspektive geben Orientierung für die Dimensionen. Durch den konsequenten Verzicht auf Off-Kommentare wird diese Reise eher zu einem kontemplativen Erlebnis – was ich persönlich bedauert habe, da mir ein paar Kommentare/Informationen, sei es auditiv oder mittels Schrifteinblendungen, geholfen hätten, der Intention des Regisseurs besser zu folgen und einzuordnen, was ich im jeweiligen Moment sehe.

Atmosphärisch dichtes Abbild von der stärksten Kraft: dem Wasser – in Bewegung, im Verlauf, im Aufeinandertreffen mit dem Menschen, der es nutzt, genießt, beschädigt. Konsequente, ungewöhnliche Doku, der m.E. ein paar mehr Informationen zum besseren Verständnis gutgetan hätten.

cnm 

Der Dokumentarfilmer Timo Großpietsch schließt mit Fluss seine Trilogie Stadt, Land und Fluss ab.
Die beiden vorangegangenen Dokus habe ich (noch) nicht gesehen.

S P I E L T E R M I N E

Berlin, 10.06.,
20.00 Uhr, Klick Kino, 

Hamburg, 11.06., 20.00 Uhr,  Zeise Kino, Kinostart-Premiere

Hamburg, 13.06., Uhrzeit 18.00 Uhr, Elbe Filmtheater

Hannover, 14.06., 11.00 Uhr, Kino am Raschplatz           

Magdeburg, 14.06., 17.00 Uhr,  Studio Kino 

Dresden, 15.06., 19.30 Uhr, Zentral Kino (Moderation: Andreas Körner)

Geesthacht, 24.06., 19.00 Uhr, Kleines Theater Schillerstraße in Kooperation mit NABU

Riesa, 27.06., 18.00 Uhr, Filmpalast Capitol

Braunschweig, 03.08., 19.00 Uhr, Universum

 


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