MASTERS OF THE UNIVERSE
MASTERS OF THE UNIVERSE ★★★★☆☆
Start: 04.06.2026 | FSK 12
USA 2026
Genre: Abenteuer, Fantasy, FuntainmentLänge: 142 Min.
Regie: Travis Knight
Buch: Chris Butler
Casting: Denise Chamain, Jordana Sapiurka, Maia von Hurter
Buch: Chris Butler
Casting: Denise Chamain, Jordana Sapiurka, Maia von Hurter
Cast: Nicholas Galitzine, Idris Elba, Camila Mendes, Alison Brie, Kristen Wiig, Jared Leto, Sam C. Wilson, Kojo Attah, Artie Wilkinson-Hunt, James Purefoy Jóhannes Haukur Jóhannesson u.a.
Kamera: Don Burgess, Fabian Wagner
Schnitt: Paul Rubell
Musik: Bear McCreary, Tommy Sica
Kamera: Don Burgess, Fabian Wagner
Schnitt: Paul Rubell
Musik: Bear McCreary, Tommy Sica
Der kleine Prinz Adam (optimales Casting: Artie Wilkinson-Hunt) lebt glücklich in Eternia, doch seine Pflicht, dem Schwert der Macht die nötige Ehre zu erweisen, vermiest ihm den Tag – während seiner Kampfausbildung stellt sich der Junge nämlich weder als willig, noch als besonders fähig heraus. Das Schicksal will, dass Adam unverhofft und für 15 Jahre auf der Erde verbringt, wo er neue Werte kennenlernt und zugleich das all-entscheidende Schwert sucht, das ihm leider irgendwo verloren ging. Dieser Aufenthalt ist unfreiwillig, und in der Zwischenzeit kann sein Widersacher Skeletor ganz Eternia unterdrücken und zu einem Ort der Dunkelheit und Verzweiflung machen. Als Adam dann endlich mit dem Schwert zurückkehrt, steht ihm und seinen Buddies ein steiniger Weg bevor.
Ich hatte wirklich mit etwas ganz Anderem gerechnet; dieses Superhelden-Epos hat mich in vielerlei Hinsicht positiv überrascht. Zunächst aber die bittere Pille, damit es ausgesprochen ist: die CGI ist gelegentlich zum Fürchten schlecht gemacht, so als hätte Budget oder die Lust gefehlt, da mehr Arbeit zu investieren. Wenn man das nicht frisst, ist der Kinobesuch hinfällig. Ansonsten:
Der Superheld ist ein Superheld wider Willen, fast schon ein Antiheld: er will nicht kämpfen, er will reden, er will seine Ruhe haben und in die Sonne blinzeln – ähnlich wie sein Haustier, ein sprechender grüner Tiger... Diesen Wunsch hegt er durch den ganzen Film, und so bietet er schonmal keine wirkliche Identifikationsfläche für die neuen Alphas, die derzeit aus dem Boden schießen, um der Welt zu zeigen, was ein richtiger Mann ist.
Pluspunkt!
Der Humor, der sich durch den gesamten Fim streckt, trifft genau den richtigen Ton. Selbstironie ist angesagt, was aber die Kampfszenen und die persönlichen Konflikte der Figuren (köstlich: Jared Leto unkenntlich als Skeletor, dem mächtigen Bösewicht mit Knochenkopf, der sich selbst ständig als erbärmlicher Hanswurst enttarnt) in keiner Weise schmälert, im Gegenteil! Humor ist hier der Filter, der das ganze Konstrukt zum Leben erweckt!
Der Superheld ist ein Superheld wider Willen, fast schon ein Antiheld: er will nicht kämpfen, er will reden, er will seine Ruhe haben und in die Sonne blinzeln – ähnlich wie sein Haustier, ein sprechender grüner Tiger... Diesen Wunsch hegt er durch den ganzen Film, und so bietet er schonmal keine wirkliche Identifikationsfläche für die neuen Alphas, die derzeit aus dem Boden schießen, um der Welt zu zeigen, was ein richtiger Mann ist.
Pluspunkt!
Der Humor, der sich durch den gesamten Fim streckt, trifft genau den richtigen Ton. Selbstironie ist angesagt, was aber die Kampfszenen und die persönlichen Konflikte der Figuren (köstlich: Jared Leto unkenntlich als Skeletor, dem mächtigen Bösewicht mit Knochenkopf, der sich selbst ständig als erbärmlicher Hanswurst enttarnt) in keiner Weise schmälert, im Gegenteil! Humor ist hier der Filter, der das ganze Konstrukt zum Leben erweckt!
Musikalisch versetzt uns das Abenteuer streckenweise (und sehr bewusst) in die Ära Flash Gordon; an der Gitarre kein Geringerer als Brian May (!) der Gruppe Queen, die damals den legendären Score zu Flash Gordon zauberten. Der Look des Prinz Adam erinnert dann auch stark an den genannten Helden von 1981. Weniger gefiel mir a) der stilistische Mischmasch, den die Filmmusik durchweg bringt, etwas mehr einheitliche Linie hätte dem Film gut gestanden, außerdem fehlen dem Sound ganz entschieden durchdringende Bässe (womöglich ein technisches Problem im Vorführraum). Die fast schon märchenhaften Farbwelten einiger Szenen (ein von kräftigem Rot dominierter Wald etwa) bringen hingegen sowohl eine weitere Reminiszenz an Flash als auch eine willkommene Bereicherung für Kitsch-Affine.
Was mir am besten gefallen hat, war die Erzählstruktur, die mir bei ähnlichen Filmen meist verworren und etwas beliebig, außerdem unnötig gedehnt vorkommt. Hier war die Geschichte so gut aufgebaut, dass die leichte Überlänge nie spürbar, sprich: unangenehm war. Der Film unterhält von Anfang bis Ende blendend und legt zum Schluss noch eine erfreulich absurde Schippe extra drauf. Wie, wird hier natürlich nicht verraten.
Masters of the Universe nimmt sich selbst nicht zu ernst, verbindet Nostalgie mit krasser Fantasy und hinterfragt auf unterhaltsame Weise ein überkommenes, aber heute schon wieder zu deutlich abgefeiertes Bild vom starken Mann. Das ist lohnendes Funtainment, das ich nur empfehlen kann.
cnm

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