MINIONS & MONSTER

MINIONS & MONSTER ★★★★☆☆
Originaltitel: MINIONS & MONSTERS | Start: 01.07.2026 | FSK t.b.a.
© Universal Studios. All rights reserved.



USA, Frankreich 2026
Genre: Animation, Familie, Nonsense, Popcorn
Länge: 90 Min.
Regie: Pierre Coffin
Buch:Brian Lynch, Pierre Coffin
Dt. Stimmen: Bill Kaulitz, Tom Kaulitz, Christoph Waltz, Joachim Tennstedt u.a.
Musik: John Powell

Minions & Monster erzählt die abgefahrene, aberwitzige und natürlich absolut wahre Geschichte der Minions und wie sie auf ihrer Suche nach einem echten Schurken ganz nebenbei Hollywood eroberten, Filmstars wurden, alles verloren, Monster auf die Welt losließen – in bester Absicht natürlich – und sich dann heldenhaft daranmachten, den Planeten vor jenem absoluten Chaos zu retten, das sie selbst angerichtet haben.

Anfang und Ende dieses Films – und damit sind längere Strecken gemeint – dürften dem älteren, filmerfahrenen Publikum sehr gefallen; mich haben sie begeistert! Nun, da die Kinematographie etwa 100 Jahre alt wird, nimmt sich Minions & Monster als Zitate-Sammelsurium aus und bedient sich dabei an legendären Szenen der gesamten Filmgeschichte. Allein dieser Umstand könnte schon Anlass für ein ambitioniertes Wetträtseln geben: wer erkennt die meisten Zitate? Die Kids wird das naturgemäß weniger interessieren. Dafür gibt es jede Menge Action, lautmalerisches Gebrabbel und sehr schräge Typen, die mal mit-, mal gegeneinander Krawall schlagen. Die Ausgestaltung der Szenerien ist an Detailreichtum und wirklich betörenden Farbwelten kaum zu überbieten, und John Powell legt routiniert, aber immer wie frisch gepfeffert seine musikalischen Vibes unter.

Natürlich gibt's eine Geschichte: die Welt muss vor dem Untergang gerettet werden. Doch die schönsten Momente hat das Abenteuer in den vielen Szenen, die kaum irgendeinen Sinn machen, die albern sind und einfach nur ein Dauergrinsen erzeugen. Damit glänzt der Film, bis... ja, bis es zu viel wird. Etwa im letzten Drittel kippte bei mir der Genuss wie schlagartig in eine reflexartige Gegenwehr: zu viele Figuren (ich sah nur noch Merchandise-Figuren in Spielzeugwarenläden und Portalen, die die Kassen zum Klingeln bringen sollen, und die kommen ausgerechnet in Primärfarben!), zu andauernd die Hektik, zu laut der Sound, viel zu überladen die Story. – Meiner Beobachtung nach hat das sogar etliche Kinder überfordert.

Was mit bezauberndem Charme beginnt, verrennt sich bald in ein heillos überladenes Chaos und schmälert das große Potenzial des Films enorm. Um den Spaß zu befördern, würde ich KinobetreiberInnen raten, die Lautstärke nicht bis zum Anschlag aufzudrehen. – Auch wenn mir der Film gefallen hat: weniger wäre hier deutlich mehr gewesen.

cnm 

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