THE PIANO TUNER
THE PIANO TUNER ★★★★★½
Originaltitel: TUNER | Start: 02.07.2026 | FSK 12
USA 2025
Länge: 109 Min.
Regie: Daniel Roher
Buch: Daniel Roher, Robert Ramsey
Casting: Debra Zane, Dylan Jury
Buch: Daniel Roher, Robert Ramsey
Casting: Debra Zane, Dylan Jury
Cast: Leo Woodall, Dustin Hoffman, Havana Rose Liu, Tovah Feldshuh, Lior Raz, Nissan Sakira, Gil Cohen, Jean Yoon, Jean Reno
Kamera: Lowell A. Meyer
Schnitt: Greg O'Bryant
Musik: Will Bates
Kamera: Lowell A. Meyer
Schnitt: Greg O'Bryant
Musik: Will Bates
Niki White hat ein seltenes Talent, mit dem er fast schon ein wenig nerdig rüberkommt. Mit seinem absoluten Gehör nimmt er Aufträge an, geht von Villa zu Studio zu Konzertsaal und stimmt Klaviere und Flügel – selbst wenn die von den oft wohlhabenden Auftraggebern kaum je gespielt werden. Stets an seiner Seite: sein nicht minder eigenwilliger Mentor Harry, ein Mann, der schon immer nur Nikis Bestes wollte und mit gesundheitlichen Problemen kämpft. Etwa zu gleicher Zeit öffnen sich für den noch jungen Niki zwei unerwartete Perspektiven: zwischen ihm und der Kompositionsstudentin Ruthie scheint es zu funken, und ein dubioser Typ entdeckt, dass Niki dank seines Gehörs in der Lage ist, Safes binnen Kürze zu knacken. Er verspricht Niki für etwaige Gefallen das große Geld – für den Begabten eine große Verlockung, da er seinem Mentor einen kostenaufwändigen medizinischen Eingriff finanzieren könnte.
Logischerweise kommt es zu Lügen und Heimlichtuerei, zu einer kriminellen Spirale, die für alle Beteiligten gefährlich wird und aus der ein Entkommen unmöglich scheint.
The Piano Tuner vereint alle Qualitäten, die ein richtig guter Film haben muss. Die Figuren sind allesamt lebensecht, irgendwie gebrochen und von unterschiedlichen Nöten getrieben, sprich: sie sind interessant! Und verdammt gut gespielt – kein Wunder bei einem Projekt auf das ein Dustin Hoffman sich einlässt. Der Verlauf der Geschichte packt in jedem Moment und fetzt nicht nur an der Oberfläche, denn er ist von Menschlichkeit satt durchdrungen, behandelt er doch Themen wie Integrität, Loyalität und aufrichtige Verbundenheit zwischen Menschen.
Was mich besonders fasziniert hat, sind Vertonung und Schnitt dieses kleinen Wunderwerks: jazzig, wild und unfassbar kreativ – damit ist für mich persönlich der Schnitt (Greg O'Bryant) so etws wie ein Hauptpfeiler, also die treibende Kraft des Films und selbstverständlich einen Oscar® wert.
Nach der Sichtung hätte ich diesen beglückenden Film am liebsten gleich nochmal angeschaut. Gönnen Sie sich etwas richtig Gutes; im Sommer sind die Kinosäle kühle Oasen, und der Film tut der Seele gut...
Begeisterte Empfehlung!
Begeisterte Empfehlung!
cnm
Querverweis auf Whiplash, USA 2014, R.: Damien Chazelle

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