H WIE HABICHT
H WIE HABICHT ★★★★★☆
Originaltitel: H IS FOR HAWK | Start: 23.07.2026 | FSK 12
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| Claire Foy | © 2025 Protagonist Hawk Limited, Saturnia Llc And Channel Four Television Corporation. All Rights Reserved |
Großbritannien 2025
Genre: DramaLänge: 114 Min.
Regie: Philippa Lowthorpe
Buch: Philippa Lowthorpe, Emma Donoghue
Casting: Shaheen Baig
Buch: Philippa Lowthorpe, Emma Donoghue
Casting: Shaheen Baig
Cast: Claire Foy, Brendan Gleeson, Lindsay Duncan, Josh Dylan, Denise Gough, Sam Spruell, Emma Cunniffe, Arty Froushan
Kamera: Charlotte Bruus Christensen
Schnitt: Nico Leunen
Musik: Emilie Levienaise-Farrouch
Kamera: Charlotte Bruus Christensen
Schnitt: Nico Leunen
Musik: Emilie Levienaise-Farrouch
Als Helens geliebter Vater stirbt, wird sie von tiefer Trauer überwältigt und verliert sich in Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit, etwa beim Beobachten von Vögeln und beim Erkunden der Natur. Besessen von der Idee, selbst einen Habicht abzurichten, holt sie ein imposantes Exemplar, das sie Mabel nennt, zu sich ins Haus nach Cambridge. Fest entschlossen, sich dem mühsamen Prozess der Zähmung eines der wildesten Tiere zu stellen, füllt Helen ihren Gefrierschrank mit Futter, macht die neue Zweisamkeit zur Hauptsache und zieht sich sukzessive von den Menschen, die sie umgaben, zurück. Doch während sie Mabel das Jagen und das eigenständige Fliegen beibringt, lässt sich immer schwerer leugnen, in welchem Ausmaß sie den Boden unter den Füßen verliert. Ihr Umfeld... ist machtlos.
Die meisten Filme über Verlust und Trauer scheitern daran, dass Trauer eine so allumfassende, persönliche Empfindung ist, dass sich keine adäquaten Bilder dafür finden lassen; die meisten Arbeiten zum Thema werkeln pathetisch und unbeholfen an der Oberfläche. Hier gelingt die Darstellung hingegen subtil und kraftvoll zugleich, weil die Trauernde sehr wirklichkeitsnah und jenseits der üblichen Klischees agiert, das Innenleben der Halbwaise filmisch gekonnt mit der Gegenwart verschränkt und damit fühlbar gemacht wird, was es wirklich bedeuten kann, geliebte Menschen für immer zu verlieren, wie sich dies Taubheitsgefühl gegenüber allen Hilfeangeboten von außen unweigerlich manifestiert und Rettung nur mit der Zeit und wie durch ein Wunder erfolgt. Man spürt: diese Geschichte hat jemand tatsächlich erlebt. Die transparente Darstellung Claire Foys ist dabei allentscheidend und absolut preiswürdig.
All dem zu Gute kommt eine stimmige Fotografie und empathische Musik, die den Film nicht erschlägt – sowie atemberaubende Situationen mit dem Habicht in freier Natur. Ein schwerer Stoff, der aber doch auch befreiende, kathartische Wirkung in sich trägt. Von Herzen empfohlen!
cnm

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