SKIN
- Wenn eine Tür sich öffnet... -
SKIN ★★★★★★
Regie: Guy Nattiv
Buch: Guy Nattiv
Buch: Guy Nattiv
Darsteller: Jamie Bell, Danielle Macdonald, Bill Camp, Vera Farmiga, Mike Colter, Daniel Hanshall, Louisa Krause, Zoe Colletti, Kylie Rogers, Colbi Gannett u.a.
Kamera: Arnaud Potier
Schnitt: Lee Percy, Michael Taylor
Musik: Dan Romer
Kamera: Arnaud Potier
Schnitt: Lee Percy, Michael Taylor
Musik: Dan Romer
Dies ist die authentische Geschichte des Neonazis Bryon Widner, der sich außerhalb seiner Szene in die allein erziehende Mutter Julie verliebt und mit Hilfe des Menschenrechtsaktivisten Daryle Jenkins den riskanten und schmerzhaften Ausstieg aus dem rechten Milieu vollbringt - was auch die Ablösung von seinen überzeugt faschistischen und im Ku-Klux-Klan aktiven Zieheltern bedeutet.
Bei dieser Arbeit ist es nicht bedenklich, den Inhalt zu verraten, denn die Erzählart ist es, die den Film so erlebenswert macht und einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Sämtliche Rollen sind sehr gut besetzt und geführt, die Musik ist ungewöhnlich vielseitig, dabei sparsam eingesetzt; sie stützt Film optimal, auch der dramaturgische Schnitt stimmt über die gesamte Strecke. Die explizite Gewalt, der Druck, der seitens der Szene und seiner Wahlfamilie auf Byron ausgeübt wird, wirkt derart authentisch, dass man die Spannung kaum aushält und - große Leistung des Films - mit der Hauptfigur mitfühlen kann. Das macht "Skin" weniger zu einem guten Unterhaltungs- als vielmehr zu einem für die heutige Zeit relevanten und wichtigen Film, den ich mir auch sehr gut als Unterrichtsmaterial vorstellen kann.
Hervorragend gemachter, schonungsloser Film über den authentischen Fall eines Neonazis, der in den 2000er Jahren den Ausstieg aus der rechten Szene schaffte. Eindrucksvoll, sehens- und empfehlenswert - m.E. auch oscarverdächtig, zum Beispiel für "bestes Drehbuch" oder "bester Film".
cnm

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