DAS VORSPIEL
- Aus den Fugen -
Deutschland, Frankreich 2020
Genre: Drama
Länge: rund 100 Min.
DAS VORSPIEL ★★★★☆☆
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Nina Hoss |
Genre: Drama
Länge: rund 100 Min.
Regie: Ina Weisse
Buch: Ina Weisse, Daphne Charizani
Buch: Ina Weisse, Daphne Charizani
Darsteller: Nina
Hoss, Simon Abkarian, Jens Albinus, Sophie Rois, Ilja Monti, Serafin
Gilles Mishiev, Thomas Thieme, Thorsten Merten, Winnie Böwe u.a.
Kamera: Judith Kaufmann
Schnitt: Hansjörg Weißbrich
Ton-Design: Guillaume Sciama
Kamera: Judith Kaufmann
Schnitt: Hansjörg Weißbrich
Ton-Design: Guillaume Sciama
Drama um eine einzelgängerische und überambitionierte Geigenlehrerin, die den eigenen Sohn in einen Konkurrenzkampf zu einem neuen Geigenschüler zwingt, den sie allem Anschein nach zu ihrem Projekt Nr. 1 erwählt. Während ihr Ehrgeiz allmählich groteske Formen annimmt, verliert sie langsam aber sicher den guten Kontakt zu Mann und Sohn, womöglich auch ihre Reputation an der Hochschule.
Rein formal ist an diesem Film wenig auszusetzen: die Besetzung ist stimmig und glaubwürdig, Kamera, Schnitt und Vertonung sind vom Feinsten - und auch die Nebenrollen sind durchweg überzeugend besetzt. Doch der Funke will nicht überspringen. Mein Problem mit diesem Film: ich bekomme sein Zentrum nicht zu fassen, sein ehrliches Anliegen. Gerade hatten wir mit Lara die Geschichte einer Frau, die an ihren Ansprüchen grandios und tragisch scheitert, und wer Die Klavierspielerin gesehen hat, wird ihn niemals vergessen, jenen Albtraum, der die dunkelste Seite einer sich kulturell elitär gebenden Welt offenbarte. Von all dem hat Das Vorspiel ein wenig und fügt kaum nennenswert Neues hinzu, weder einen Blick auf den Urgrund des Schreckens, noch eine Aussicht auf heilsamen Zusammenbruch oder Einsicht und Kehrtwende... Also bleibt die große Frage: wozu?
Ästhetisch elegant erzählter Film über eine Musiklehrerin, die mit ihren hohen Ansprüchen sowohl den auserwählten Geigenschüler als auch ihre Familie zu terrorisieren beginnt. Seine Vorbilder sind dem Film deutlich anzumerken, womit er für meinen Geschmack einem Posing gefährlich nah kommt.
Rein formal ist an diesem Film wenig auszusetzen: die Besetzung ist stimmig und glaubwürdig, Kamera, Schnitt und Vertonung sind vom Feinsten - und auch die Nebenrollen sind durchweg überzeugend besetzt. Doch der Funke will nicht überspringen. Mein Problem mit diesem Film: ich bekomme sein Zentrum nicht zu fassen, sein ehrliches Anliegen. Gerade hatten wir mit Lara die Geschichte einer Frau, die an ihren Ansprüchen grandios und tragisch scheitert, und wer Die Klavierspielerin gesehen hat, wird ihn niemals vergessen, jenen Albtraum, der die dunkelste Seite einer sich kulturell elitär gebenden Welt offenbarte. Von all dem hat Das Vorspiel ein wenig und fügt kaum nennenswert Neues hinzu, weder einen Blick auf den Urgrund des Schreckens, noch eine Aussicht auf heilsamen Zusammenbruch oder Einsicht und Kehrtwende... Also bleibt die große Frage: wozu?
Ästhetisch elegant erzählter Film über eine Musiklehrerin, die mit ihren hohen Ansprüchen sowohl den auserwählten Geigenschüler als auch ihre Familie zu terrorisieren beginnt. Seine Vorbilder sind dem Film deutlich anzumerken, womit er für meinen Geschmack einem Posing gefährlich nah kommt.
cnm
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