MALASAÑA 32 - HAUS DES BÖSEN ★★☆☆☆☆
Originaltitel: Malasaña 32 | Kinostart 17.06.2021 | FSK 16
Spanien Frankreich 2020
Genre: Gruselfilm, Horror
Länge: gut 100 Min.
Regie: Albert Pintó
Buch: Ramón Campos, Gema R. Neira
Darsteller: Begoña Vargas, Iván Marcos, Beatriz Segura, José Luis de Madariga u.a.
Kamera: Daniel Sosa Segura
Schnitt: Andrés Federico
Musik: Frank Montasell, Lucas Peire
Madrid, Mitte der 1970er Jahre. Familie Olmedo bezieht eine große Wohnung in einem beeindruckend heruntergekommenen Haus in der spanischen Hauptstadt Madrid. All ihre Hoffnungen setzen die Olmedos in den neuen Lebensabschnitt, sie versprechen sich persönliche und finanzielle neue Perspektiven. Die Wohnung war eigenartigerweise ein paar Jahre nicht vermietet, dabei bietet sie enorm viel Platz für die sechsköpfige Familie und ist, wenn man sie von Staub und Krempel befreit hat, sicherlich ein Schmuckstück. Doch wird die Familie ihre Entscheidung schwer bereuen, denn wie sich bald herausstellt, ist die Wohnung im Grunde doch noch bewohnt...
Angeblich
basiert die Geschichte auf wahren Begebenheiten, was ich mir kaum
vorstellen kann, da es sich um eine Geistergeschichte handelt. Aber
sei's drum. Hauptdarsteller ist in der Tat - der Titel verrät es - die
Location. Von außen wie von innen bietet dies Haus bzw. diese Wohnung
Gruselpotential in Opulenz. Gerade die 1970er Jahre bringen mit ihren
braun-grün-Tönen und den Outfits, die Leben pur versprechen, eine
Atmosphäre mit, in der ich baden könnte. Auch die satte und detailreiche
Ausstattung ist ein wahrer Augenschmaus. - Es dauert nicht lang, und
der Spuk beginnt und nimmt kein Ende - zum Leidwesen der armen Familie.
Schreckmoment folgt auf Schreckmoment, und es ist an Ruhe nicht mehr zu
denken.
Leider
setzen die Macher des Films allzu sehr auf eben diese Schauwerte. Und
damit passiert das Fatale: die Story fällt hinten über, gerät zu einem
eher beliebigen Zitate-Mosaik, das uns kaum in die Geschichte mitnimmt,
sondern sich allzu offensichtlich auf sein Effekte-Blendwerk verlässt.
Ähnlich - wie es leider so oft passiert - einer Geisterbahnfahrt. Gegen
Ende soll der Grusel dann auch noch ein episches Fundament bekommen, das
das gesamte Filmgebäude jedoch leider vollends in die Schieflage
bringt, da die Erzählung einen recht unangenehmen Beigeschmack bekommt,
den's nun wirklich nicht gebraucht hätte.
Verlässlicher,
liebevoll gestalteter Gruselgenuss vor opulenten Kulissen, die
Charaktere haben viel zu leiden. Für diese Schauwerte kann man den Film
anschauen; die Story hält jedoch leider nicht mit.
cnm
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