LAST NIGHT IN SOHO
LAST NIGHT IN SOHO ★★★★½☆
Kinostart: 11.11.2021 | FSK 16
Genre: Thriller, Horror, PsychoLänge: knapp 120 Min.
Regie: Edgar Wright
Buch: Krysty Wilson-Cairns, Edgar Wright
Buch: Krysty Wilson-Cairns, Edgar Wright
Darsteller: Thomasin McKenzie, Anya Taylor-Joy, Terence Stamp, Matt Smith (XI), Diana Rigg
Kamera: Chung-Hoon Chung
Schnitt: Paul Machliss
Musik: Steven Price (II)
Was dem Genrefilm des Psycho-Horrors weitgehend abhanden gekommen ist, vermag dieser zu leisten: er bietet einen Spannungsaufbau, der so langsam vonstatten geht, dass wir mit der Protagonistin (hier mit beiden Protagonistinnen) wahrharft hinabgleiten können in die bedrohlichsten Szenarien! Wer hier Feind ist und wer Freund, bleibt dankenswerterweise bis zum Schluss unklar, derweil dürfen wir den Suspense genießen, der schon rein formal satt ausgestattet ist mit fantastischen visuellen Ideen und einem hochsuggestiven, im guten Sinne konventionellen Score. (Anya Taylor-Joy ist übrigens Teil des Scores: ein Gesangstalent!) - Das ist Kino pur, das fesselt, das haben wir so lange nicht mehr gesehen - Hitchcock wäre sicher angetan gewesen.
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Kamera: Chung-Hoon Chung
Schnitt: Paul Machliss
Musik: Steven Price (II)
Eloise, junge Modedesign-Studentin am Beginn ihrer Laufbahn, lebt in einer eigenen Welt. Das Hier und Jetzt sagt ihr weit weniger zu als die Welt der 1960er - musikalisch, modisch, der Lifestyle war für sie einfach faszinierend. Somit kleidet sie sich anders, hört andere Musik als die KommilitonInnen und wird bald zur Außenseiterin. Ihre Reaktion: sie flüchtet sich im wahrsten Sinne des Wortes in Traumwelten. In der Nacht, im Schlaf ist sie eine Andere, chic, selbstbewusst, verführerisch. Sie wird zu Sandy, ihrem Alter Ego, und die lebt abenteuerlich. Schnell werden Eloise/Sandy die Nächte und die damit verbundenen Erlebnisse wichtiger als alles Andere. Allerdings hat die geträumte Wirklichkeit großes Potenzial zum Alptraum und lässt sich bald kaum noch vom Wachzustand unterscheiden. Sandy verstrickt sich immer tiefer in unheimliche Abgründe...
Kino für die große Leinwand par excellence, allerdings würde ich Menschen mit psychischen Problemen (Stichwort Dissoziation) raten, den Film eher nicht bzw. in Begleitung zu sehen.
cnm
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