MOONFALL
MOONFALL ★☆☆☆☆☆
USA 2022
Länge: 120 Min.
Regie: Roland Emmerich
Buch: Roland Emmerich, Harald Kloser, Spenser Cohen
Buch: Roland Emmerich, Harald Kloser, Spenser Cohen
Cast: Halle Berry, Patrick Wilson, John Bradley (II), Charlie Plummer, Wenwen Yu, Donald Sutherland, Michael Peña u.a.
Kamera: Robby Baumgartner
Schnitt: Ryan Stevens Harris
Musik: Harald Kloser, Thomas Wanker
Kamera: Robby Baumgartner
Schnitt: Ryan Stevens Harris
Musik: Harald Kloser, Thomas Wanker
Die Erde, heute. Eine Künstliche Intelligenz wuchtet den Mond aus seiner Umlaufbahn, was dazu führt, dass er sich derart schnell auf den Planeten Erde zubewegt, dass es binnen weniger Wochen zur Kollision kommen und das Ende unserer Existenz bedeuten wird. Zwei erfahrene Astronauten (Halle Berry, Patrick Wilson) kommen gemeinsam mit einem Wissenschafts-Nerd (John Bradley II) auf einen Plan, wie dieses Desaster abzuwenden sei. Während sich die Massen der beiden Planeten bereits aufeinander auswirken (Wasser und Erde spielen verrückt), müssen die drei Heroen unorthodoxe Entscheidungen treffen - und entdecken während ihrer Mission etwas Unglaubliches.
Roland Emmerich war und ist ein verlässlicher Regisseur für großes Popcorn-Kino, für Blockbuster in Sachen Endzeit-Szenarien. Die Bilder sind immer perfekt und wie geschaffen für die große Leinwand - was man ja auch erwarten darf bei einem Budget von über 130 Millionen Dollar. Sein neues Werk Moonfall bedient all diese Aspekte exakt wie erwartet. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer: die Erde dreht sich, Jahrzehnte vergehen, unsere Wirklichkeit verändert sich, Sehgewohnheiten und damit unsere Erwartungen ans Kino ebenso. Ein Konzept, das vor zwanzig Jahren Erstaunen hervorgerufen haben mag, kann heute nicht mehr wirklich überzeugen. Autos, die auf Schluchten zu rasen und es so gerade noch darüber schaffen, angesichts auseinander brechender Erdkrusten supercoole stereotype Hauptfiguren lösen nichts mehr aus. Dass die vermeintlich schönen und aufrechten Kernfamilienmenschen überleben, kann man zwar erzählen - aber es überrascht null. Ebenso festgebacken ist dieses eine, immer gleiche Narrativ: Vater und Sohn - zu Beginn des Films noch uneins - dürfen sich nach überstandenen Abenteuern endlich in den Armen liegen. Betone: immer der Vater, und immer der Sohn. Warum nie die Tochter?
Technische Perfektion, verlässliches, 100%iges Popcorn-Kino. Mangels neuer Ideen jedoch ohne nennenswertes Adrenalin, weil nach allzu bekanntem Muster gestrickt. Emmerich hat Geld, er investiert Geld, mit dem er Geld generiert. Und es steht zu befürchten, dass er es sich in diesem Kreislauf allzu gemütlich gemacht hat. Ohne wohlmeinendes Korrektiv! Welches ihm (und uns) für die kommenden Produktionen sehr zu wünschen ist.
cnm
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