JACKASS FOREVER
JACKASS FOREVER ★★½☆☆☆
USA 2022
Länge: rund 95 Min.
Regie: Jeff Tremaine
Buch: Jeff Tremaine, Spike Jonze, Johnny Knoxville, Steve-O
Buch: Jeff Tremaine, Spike Jonze, Johnny Knoxville, Steve-O
Cast: Johnny Knoxville, Steve-O, Jason "Wee-Man" Acuña, Chris Pontius, Dave England, Preston Lacy, Ehren McGhehey, Sean "Poopies" McInerney, Eric Manaca, Zach Holmes, Jasper Dolphin, Rachel Wolfson u.v.a.
Kamera: Dimitry Elyashkevich
Schnitt: Sasha Stanton Craven, Matthew Kosinski, Matthew Probst
Musik: Joseph Shirley
Kamera: Dimitry Elyashkevich
Schnitt: Sasha Stanton Craven, Matthew Kosinski, Matthew Probst
Musik: Joseph Shirley
Alle zehn Jahre wieder bringt die legendäre Jackass-Crew einen neuen, kranken Klopper auf die Leinwand. Prinzip der Show: zur gegenseitigen Belustigung und natürlich der des geneigten Publikums malträtieren sich die Probanden selbst bzw. gegenseitig körperlich bis zur absoluten Schmerzgrenze, quälen einander psychisch und verwickeln ahnungslose MitspielerInnen in Versteckte-Kamera-Späße, bei denen natürlich nur sie selbst zu Schaden kommen.
Achtung: im folgenden Text sind für jene, die sich überraschen lassen wollen, womöglich zu viele Spoiler enthalten.
Die Fangemeinde äußert sich begeistert: dies sei der bislang beste Teil der Serie. Leider kann ich da nicht mitreden. Mühe haben sie sich bei dem Nonsense allemale gegeben:
Da werden Tiere wie Bären, Skorpione und Spinnen involviert, die Leidgeprüften im Stockdustern (ihrem Glauben nach) Klapperschlangen ausgesetzt (Angstfolter!) oder auch einfach mal eine Art Kotz-Marathon ausgetragen. Im Mittelpunkt der Action steht allerdings das männliche Genital. Dieses wird geboxt, beschossen, mit Bienen behängt oder einfach zwischen zwei Plexiglasscheiben zerdrückt, um damit Ping-Pong zu spielen. Dies als kleiner Ausschnitt aus dem Spektrum der gebotenen Spielchen.
Allzeit wird laut gelacht, auch wenn mal einer vom Stier umgerannt wird, um danach im Krankenhaus zu landen.
Auch wenn ich zu Beginn schallend lachen musste und dachte: wie befreiend!, verging mir das Lachen doch bald aus zwei Gründen. Einmal macht die Penis-Folter geschätzt 65% der Spielchen aus, was ich auf Dauer doch sträflich redundant fand, zweitens wird m.E. bisweilen eine Geschmacksgrenze überschritten, etwa wenn - quasi als Höhepunkt - ein Teil des Teams in einer Art Kriegsgeschehen / Bombardement zwecks psychischer Überforderung ausgesetzt wird.
Unterm Strich ist Jackass Forever nicht mehr und nicht weniger als ein spätpubertärer Gaudi mit leichten Geschmacksverirrungen.
cnm
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