PETITE MAMAN - ALS WIR KINDER WAREN
PETITE MAMAN - ALS WIR KINDER WAREN ★★★★½☆
Originaltitel: Petite Maman | Filmstart: 17.03.2022 | FSK 0
| Joséphine Sanz, Gabrielle Sanz | ⓒ Alamode |
Frankreich 2021
Länge: 73 Min.
Regie: Céline Sciamma
Buch: Céline Sciamma
Buch: Céline Sciamma
Cast: Joséphine Sanz, Gabrielle Sanz, Nina Meurisse, Stéphane Varupenne u.a.
Kamera: Claire Mathon
Schnitt: Julien Lacheray
Musik: Para One
Kamera: Claire Mathon
Schnitt: Julien Lacheray
Musik: Para One
Ein Film so leise wie das Gefühl nach einem Verlust:
Während Nellys Mutter im Zimmer der verstorbenen Omi deren Habseligkeiten zusammenpackt, geht Nelly von benachbartem Zimmer zu benachbartem Zimmer und verabschiedet sich von den anderen Damen: nur ein kurzer Gruß mit einigen vielsagenden Blicken. Später werden sich die Eltern mit Nelly in einer Waldhütte daran geben, den Nachlass der Verstorbenen zu ordnen. Doch die Mutter ist überfordert und reist plötzlich ab; Nelly und ihr Vater bleiben. Das Mädchen schlendert ein wenig durch den Wald, wo sie auf ein anderes Mädchen trifft, das ihr erstaunlich ähnlich sieht. Die beiden verstehen sich auf Anhieb gut, schließen Freundschaft - und bald wird klar, dass die neue Freundin ein Besuch aus der Vergangenheit ist, nämlich Nellys Mutter als Kind. Sie werden ein paar Tage Alltag zusammen leben, spielen, laufen und vor allem: reden, reflektieren über das, was war.
Während Nellys Mutter im Zimmer der verstorbenen Omi deren Habseligkeiten zusammenpackt, geht Nelly von benachbartem Zimmer zu benachbartem Zimmer und verabschiedet sich von den anderen Damen: nur ein kurzer Gruß mit einigen vielsagenden Blicken. Später werden sich die Eltern mit Nelly in einer Waldhütte daran geben, den Nachlass der Verstorbenen zu ordnen. Doch die Mutter ist überfordert und reist plötzlich ab; Nelly und ihr Vater bleiben. Das Mädchen schlendert ein wenig durch den Wald, wo sie auf ein anderes Mädchen trifft, das ihr erstaunlich ähnlich sieht. Die beiden verstehen sich auf Anhieb gut, schließen Freundschaft - und bald wird klar, dass die neue Freundin ein Besuch aus der Vergangenheit ist, nämlich Nellys Mutter als Kind. Sie werden ein paar Tage Alltag zusammen leben, spielen, laufen und vor allem: reden, reflektieren über das, was war.
Rein formal ist dieser Film wie ein Hauch von nichts; keinerlei Drama, keinerlei Effekt oder Spektakel. Keines der Mädchen ist bei ihrem Kennenlernen auch nur im Geringsten überrascht, und ihr Austausch hat etwas philosophisch-Kontemplatives. Sätze wie "Du hast meine Traurigkeit nicht erfunden" darf man sich auf der Zunge zergehen lassen und in ihrer Vieldeutigkeit lange betrachten. Somit bietet Petite Maman eher ein Gedankenspiel mit Märchencharakter an und hat einen deutlich literarischen Charakter.
Bei mir blieb nur ein Gefühl, nämlich, dass dieser elegische Film ein besonderer ist, den du zu einer bestimmten Zeit sehen musst. Dann erwischt er dich! Mir blieb er verschlossen, leider, ich fand keinen Zugang. Aber vielleicht in ein paar Jahren?
Die geschätzte Kollegin Elisabeth Nagy schreibt über Petite Maman, der Film sei: "ein seltener Fund, ein Film, den
man mit Herzen sieht. Der einen erkennt und in dem man sich selbst
erkennt. Zumindest mir geht es so. Céline Sciamma weiß ein sehr
persönliches Gefühl auch in anderen auszulösen".
Mit "Porträt einer jungen Frau in Flammen" von Céline Sciamma war ich ähnlich begeistert. Ich bleibe also dran.
cnm
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