THE OUTFIT - VERBRECHEN NACH MASS
THE OUTFIT - VERBRECHEN NACH MASS ★★★☆☆☆
Originaltitel: The Outfit | Filmstart: 02.06.2022 | FSK 16
USA 2022
Genre: Drama, Thriller, KrimiLänge: 100 Min.
Regie: Graham Moore
Buch: Graham Moore, Jonathan McClain
Buch: Graham Moore, Jonathan McClain
Cast: Sir Mark Rylance, Dylan O'Brien, Johnny Flynn, Zoey Deutch, Sir Simon Russell Beale, Alan Mehdizadeh, Nikki Amuka-Bird
Kamera: Dick Pope
Schnitt: William Goldenberg
Musik: Alexandre Desplat
Kamera: Dick Pope
Schnitt: William Goldenberg
Musik: Alexandre Desplat
Verleih-info:
Chicago im Jahr 1956: Nach einer privaten Tragödie zieht der sanftmütige Londoner Maßschneider Leonard in die „Windy City“ und erregt mit seiner Begabung schnell die Aufmerksamkeit der Gangsterfamilie Boyle. In ihrem Dienst beweist Leonard nicht nur sein Talent für Nadel und Schere, sondern auch höchste Diskretion bezüglich der Geschäftsgespräche in seinem Laden sowie der geheimnisvollen Päckchen, die dort zur Abholung hinterlegt werden. Als eines Nachts zwei Killer an seine Tür klopfen und ihn um einen Gefallen bitten, werden Leonard und seine Assistentin Mable tiefer in die kriminellen Machenschaften verstrickt, als sie es ihnen lieb sein könnte.
Mehr sollte von der Handlung nicht verraten werden, da sonst allzu schnell der Clou der Geschichte klar würde. Zwei Aspekte stehen bei diesem Film bedauerlicherweise in Konkurrenz bzw. in hartem Widerspruch. Formal haben wir es mit einem distinguierten Thriller Noir zu tun, einem Kammerspiel, das höchsten Ansprüchen genügen könnte. Schauspielerisch auf den Punkt gearbeitet, die jazzig-elegante Musik von Superstar Alexandre Desplat passt wie ein Maßanzug, die Kameraarbeit ist exzellent... dies hätte eine Perle in Sachen minimalistischer Krimi werden können.
Doch fehlt es der Regie an Substanziellem: es fehlt das Gespür für das richtige Tempo, für Logik und Dramaturgie. Viele der Dialogszenen ziehen sich bis zur völligen Ermattung in die Länge, und nach und nach bekommt man den Eindruck, es mit einem Bühnenstück zu tun zu haben, das auf einer Bühne womöglich noch funktioniert hätte - auf der Leinwand aber nicht besteht, da eine Kamera genauer hinschauen kann und Glaubwürdigkeitsprobleme allzu offensichtlich macht.
Kammerspielartiger Thriller Noir, der in den 1950ern angesiedelt ist und bei erstaunlichem kreativen Potenzial und glänzender Optik seinem lahmen Dialogbuch und entschieden zu vielen unlogischen Momenten bedauerlicherweise erliegt.
cnm
Ich hätte gern Beispiele für meine Kritik angeführt, habe mir aber auf die Finger gehauen, da für einen etwaigen Filmgenuss kein einziger Moment im Voraus bekannt sein sollte.

Kommentare
Kommentar veröffentlichen