VESPER CHRONICLES
VESPER CHRONICLES ★★★☆☆☆
Originaltitel: Vesper | Filmstart: 06.10.2022 | FSK 16
Litauen, Frankreich, Belgien 2022
Genre: Science Fiction, Fantasy, DystopieLänge: rund 115 Min.
Regie: Kristina Buozyte, Bruno Samper
Story: Kristina Buozyte, Bruno Samper
Buch: Brian Clark, Bruno Samper, Kristina Buozyte
Story: Kristina Buozyte, Bruno Samper
Buch: Brian Clark, Bruno Samper, Kristina Buozyte
Cast: Raffiella Chapman, Eddie Marsan, Rosy McEwen, Franziska Endres, Sven Gerhardt, Freimut Götsch
Kamera: Feliksas Abrukausas, L.A.C.
Kamera: Feliksas Abrukausas, L.A.C.
Szenenbild: Ramunas Rastauskas, Raimondas Dicius
Schnitt: Suzanne Fenn
Musik: Dan Levy
Ein Patt zwischen audiovisueller Grandezza und zu vielen unstimmigen Momenten lässt mich leider ratlos zurück. Dennoch: Respekt vor der Gesamtleistung.
Schnitt: Suzanne Fenn
Musik: Dan Levy
In einer postapokalyptischen Welt gibt es nur noch wenig Leben auf dem Planeten. Ein paar wenige Menschen haben sich - Oligarchen gleich - in geschützte Areale, die so genannten Zitadellen, zurückgezogen. Der Rest vegetiert im Ödland. Hier folgen wir Vesper und ihrem bettlägerigen Vater, der nicht einmal mehr selbst zu sprechen in der Lage ist auf ihrer einsamen Suche nach Essbarem und praktisch verwertbaren Dingen. Improvisation ist lebensnotwendig, Hoffnung gibt es kaum. Als eine Fremde, die ihren Vater zurücklassen musste, um Asyl und Beistand bittet, entsteht eine unerwartete, kleine Solidargemeinschaft - und sogar ein wenig Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Atmosphärisch ist dieser Film stark. Weitläufige (echte) Naturkulissen, dräuende, ideenreiche Musik, lebendige, bunt leuchtende und bewegliche Pflanzen wie eigenständige Perönlichkeiten, eine detaillierte Innenausstattung machen die Arbeit zu einem intensiven Erlebnis. - Leider wird das stark relativiert durch logische und psychologische Unstimmigkeiten, die ich einfach nicht ausblenden konnte. Permanent konkurrieren märchenhafte und dystopische Aura der Erzählung miteinander - ohne klaren Sieger. Ein Computer fliegt durch den Raum und erinnert ein wenig an eine Marionette. Die Stimme der Maschine (die wohl auch die des Vaters sein soll?) hören wir einatmen, es ist keine synthetische Stimme. Replikanten empfinden angeblich nichts, schreien und bluten aber, wenn sie verletzt werden. Und oft sind die Gefühlsregungen der Menschen schlicht kaum nachvollziehbar.
Ein Patt zwischen audiovisueller Grandezza und zu vielen unstimmigen Momenten lässt mich leider ratlos zurück. Dennoch: Respekt vor der Gesamtleistung.
cnm
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