VON VÄTERN UND MÜTTERN

VON VÄTERN UND MÜTTERN ★★★☆☆☆
Originaltitel: Fædre & Mødre | Filmstart: 23.05.2024 | FSK 12
Katrine Greis-Rosenthal, Ida Skelbæk-Knudsen, Jacob Ulrik Lohmann | © mindjazz pictures



Dänemark 2022

Genre: Komödie, Satire
Länge: 97 Min.
Regie: Paprika Steen
Buch: Jakob Weis
Casting: Tine Sætter-Lassen
Cast: Nikolaj Lie Kaas, Amanda Collin, Martin Greis-Rosenthal, Lisa Loven Kongsli, Katrine Greis-Rosenthal, Jacob Hauberg Lohmann, Lars Brygmann, Rasmus Bjerg, Line Kruse, Lise Baastrup, Carsten Bjørnlund, Merete Mærkedahl, Mikael Birkkjær
Kamera: Jan Pallesen
Schnitt: Jacob Thuesen
Musik: Jeppe Kaas

Nachdem ihre Tochter wieder einmal die Schule gewechselt hat, müssen Piv und Ulrik direkt an der berühmt-legendären jährlichen Klassenfahrt mit Kindern samt Eltern der neuen Schule teilnehmen. Die Elterngruppe der neuen Klasse ist von erschreckender Eigendynamik und will natürlich erobert werden. Die beiden bis dahin Unbedarften werden wie mit einem Paukenschlag konfrontiert mit einer festgefahrenen Machtstruktur und dominanten Eltern, die locker tun, aber verkrampfter kaum sein könnten. Es gilt nun, alle Hürden zu überwinden, um in der Elterngemeinschaft anerkannt zu werden – aber was sind Piv und Ulrik bereit, für ihr Kind zu opfern?

Wenn die geniale Schauspielerin Paprika Steen einen Großteil des who-is-who des Dänischen Films um sich versammelt, um eine böse Komödie über woke Eltern des 21. Jahrhunderts zu drehen, sind meine Erwartungen hoch. Doch das Ergebnis ist enttäuschen unausgegoren ausgefallen. Es scheint, dass es im Entstehungsprozess kaum Regulative gab: die Karikaturen überambitionierter, immer-freundlicher Eltern kippen allzu schnell in abgedroschene Klischees, und als ob das Team wirklich alle (komischen) Aspekte des Komödienfachs hätte ausschöpfen wollen, muss dann auch noch der Schrank-Homo herhalten, der sich nicht ausreichend beherrschen kann und der Dicke, der sich heimlich einer bizarren Fressattacke hingibt, wie sie unrealistischer kaum sein könnte. In Summe wirkt das Buch wie eine krude Ansammlung von (gut gemeinten) Ideen, die aber mitnichten ein Großes Ganzes ergeben, sondern lediglich ein Fischen im Trüben entblößen. - Das ist bei dem offensichtlichen personellen Potenzial des Projekts mehr als bedauerlich, nämlich blindlinks verschenkt.

Unfreiwillig dünne Farce über einen wilden Haufen "moderner" Eltern, die mit einander und mit dem Projekt quasi unkontrolliert ins Leere laufen. Verdammt schade!

cnm 

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