DER PINGUIN MEINES LEBENS
DER PINGUIN MEINES LEBENS ★★★★½☆
Großbritannien, Spanien 2024
Genre: Dramödie, wahre GeschichteLänge: 110 Min.
Regie: Peter Cattaneo
Buch: Jeff Pope
Nach: Tom Michell (autobiografisches Buch)
Casting: Sarah Crowe, Alejandro Gil
Buch: Jeff Pope
Nach: Tom Michell (autobiografisches Buch)
Casting: Sarah Crowe, Alejandro Gil
Cast: Steve Coogan, Vivian El Jaber, Björn Gustafsson, Alfonsina Carrocio, David Herrero, Jonathan Pryce, Mica Breqe u.a.
Kamera: Xavi Giménez
Schnitt: Robin Peters, Tariq Anwar
Musik: Federico Jusid
Kamera: Xavi Giménez
Schnitt: Robin Peters, Tariq Anwar
Musik: Federico Jusid
Argentinien in den 1970er Jahren. Tom, ein kauziger, eigenbrötlerischer Lehrer aus England, kommt nach Buenos Aires, um an einem Jungeninternat als Englischlehrer zu arbeiten. Nicht nur der Militärputsch prägt die Atmosphäre, auch seine Schüler sind vollkommen chaotisch und haben größere Konzentrationsprobleme. Während er im Begriff ist, eine Frau kennenzulernen und die beiden sich gerade näher kommen, kommt es unverhofft dazu, dass die beiden am Strand einen im Ölfilm liegenden Pinguin retten. Nach einer gründlichen Reinigung will Tom das Tier gleich wieder loswerden, doch der Vogel hat ihn längst als Mutterfigur akzeptiert und wird ihm künftig nicht von der Seite weichen! - Das anhängliche Wesen wird durch seine friedvolle und niedliche Präsenz an der Schule (er findet eine Bleibe auf der Terrasse und nimmt gelegentlich auch am Unterricht teil) eine größere Hilfe, als es zu Beginn aussieht. - Nach den Aufzeichnungen von Tom Michell, dem dies wirklich passiert ist.
Auch wenn sie wahr ist, lauert bei einer solchen Geschichte die Gefahr, dass die filmische Umsetzung pittoresk bzw. "überzuckert" gerät. Das ist dankenswerterweise nicht geschehen. Dank der nüchternen Art Coogans als Lehrer und einer wohltuend distanzierten Kamera sind die Amplituden Richtung Gefühligkeit und politischer Not sehr gut ausgelotet, verhandelt der Film das Drama gewissermaßen nebenbei, aber ohne dessen Relevanz zu schmälern. Damit stellt sich die Produktion quasi geschwisterlich neben den kürzlich gestarteten und ebenfalls auf Geschichte basierenden Film Für immer hier. - Für Tierfreunde ist Der Pinguin meines Lebens in jedem Fall ein Herzensbrecher und ein Must-see!
Lohnende und ausgesprochen liebenswert erzählte, wahre Geschichte um die Magie, die durch die Begegnung zwischen Mensch und Tier entstehen kann. Feel-Good Kino der feinsten Sorte.
cnm

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