ZWISCHEN UNS DAS LEBEN
ZWISCHEN UNS DAS LEBEN ★★★★★☆
Originaltitel: Hors-Saison | Filmstart: 01.05.2024 | FSK 12
Frankreich 2023
Länge: 115 Min.
Regie: Stéphane Brizé
Buch: Stéphane Brizé, Marie Drucker
Buch: Stéphane Brizé, Marie Drucker
Cast: Guillaume Canet, Alba Rohrwacher, Sharif Andoura, Marie Drucker, Emmy Boissard Paumelle, Lucette Beudin, Gilberte Bellus u.a.
Kamera: Antoine Héberlé
Schnitt: Anne Klotz
Musik: Vincent Delerm
Kamera: Antoine Héberlé
Schnitt: Anne Klotz
Musik: Vincent Delerm
Mathieu, ein bekannter Pariser Schauspieler, kämpft mit einer MidlifeCrisis. Um Abstand zu gewinnen, reist er an die bretonische Westküste Frankreichs, wo er sich
in das Wellnesshotel eines verlassenen Erholungsortes einquartiert. Ganz in der Nähe lebt
auch Klavierlehrerin Alice mit ihrem Mann und der gemeinsamen
Tochter. Vor 15 Jahren - lange bevor Mathieu berühmt wurde - waren er und Alice ein Paar.
Als es zu einem Wiedersehen kommt, erwachen alte Gefühle, die sie ihre bisherigen Lebens- und Liebesentscheidungen neu überdenken lassen.
Zwischen uns das Leben funktioniert wie ein langsam durchgeblättertes Dossier zum Thema richtige oder falsche Lebensentscheidungen. Der sanfte, kontemplative Ton ist in diesem Falle hilfreich, denn die Betrachtung ist melancholischer, wenn auch nicht gänzlich humorloser Natur.
Mir gefällt, dass es Buch und Regie (und dem Ensemble natürlich) gelungen ist, Schwarzweißmalerei zu vermeiden; hier gibt es keine Opfer oder Täter, keinen Einsturz, keine Tiraden - bloß einen "kurzen" Moment des Innehaltens mit der Frage: ist es gut, wie es jetzt ist?
Niemand kann etwas dafür, wenn sich bei Paaren eine Art Alltagsblind- und taubheit den Partnern gegenüber einschleicht. Es tut nur gut, gelegentlich den Blick zu heben, tief durchzuatmen und sich der Umstände und Lebensentscheidungen ganz bewusst zu werden.
Etliche Passagen, die ohne Dialog funktionieren, Ton-Bild-Versätze, wie wir sie im Kino seltenst erleben dürfen tragen zur leicht traum- oder tranceartigen dieser Erzählung bei.
Niemand kann etwas dafür, wenn sich bei Paaren eine Art Alltagsblind- und taubheit den Partnern gegenüber einschleicht. Es tut nur gut, gelegentlich den Blick zu heben, tief durchzuatmen und sich der Umstände und Lebensentscheidungen ganz bewusst zu werden.
Etliche Passagen, die ohne Dialog funktionieren, Ton-Bild-Versätze, wie wir sie im Kino seltenst erleben dürfen tragen zur leicht traum- oder tranceartigen dieser Erzählung bei.
Ein kleiner, freundlich-melancholischer und mit Feingefühl gespielter Film über seltene, kostbare Momente im Leben, den ich persönlich sehr empfehlen kann.
cnm

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