DAS LICHT
Länge: 162 Min. (langer Film)
Buch: Tom Tykwer
Casting: Alexandra Montag
Kamera: Christian Almesberger
Schnitt: Alexander Berner, Claus Wehlisch
Musik: Johnny Klimek, Tom Tykwer
Bei den Engels, einer Art Patchwork-Familie, ist die Welt auf ganz normale Weise nicht in Ordnung. Es ist das übliche nebeneinanderher Leben, der Kühltschrank ist voll, die Zimmertüren geschlossen und keiner weiß wirklich etwas über den Anderen. Dann stirbt die Haushälterin (verdutzte Bestürzung, die Tochter kommt ans Nachdenken), und in der Tür steht die neue Kraft, Farrah aus Syrien. Die mausert sich in ihrer stillen, empathischen Art bald zur kompetenten Seelsorgerin für alle, hört zu und schweigt, stützt und kommentiert klug - und noch weiß keiner, dass sie einen geheimen Plan verfolgt. Und der hat mit Licht zu tun.
Die Themen, die Tykwer sich ausgesucht hat, treffen ins Schwarze: warum ist unsere Gesellschaft so verloren, zerrissen, kaputt? Seine Familie Engels ist eine prototypische für uns alle. Da hilft es wenig, wenn der Papa sich als Weltverbesserer zeigt und die Mutter dafür sorgt, dass der Laden (oberflächlich) läuft. Tochter Frieda (sehr gut: Elke Biesendorfer) sie bloßstellt mit ihrer Alltagsmaskerade, ist das für uns Zuschauende fast schon eine Erleichterung.
cnm
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