SPRINGSTEEN: DELIVER ME FROM NOWHERE

SPRINGSTEEN: DELIVER ME FROM NOWHERE ★★★☆☆☆
Start: 23.10.2025 | FSK 12
Jeremy Allen White | © Walt Disney Germany



USA 2025
Genre: Biopic, Musik
Länge: 120 Min.
Regie: Scott Cooper
Buch: Scott Cooper
Nach: Warren Zanes
Casting: Francine Maisler u.a.
Cast: Jeremy Allen White, Jeremy Strong, Paul Walter Hauser, Stephen Graham, Odessa Young u.a.
Kamera: Masanobu Takanayagi
Schnitt: Pamela Martin
Musik: Jeremiah Fraites

Im Jahr 1982 arbeitet Bruce Springsteen an seinem wohl radikalsten Album: „Nebraska“. In einer Phase innerer Zerrissenheit, in der ihn der eigene Ruhm zunehmend kaputt macht, entscheidet er sich bewusst gegen das Tonstudio. Stattdessen zieht er sich in die Abgeschiedenheit seines Schlafzimmers zurück. Dort entstehen keine mitreißenden Rockhymnen, sondern düstere, zerbrechliche Songs – Geschichten von Schuld, Verlorenheit und Gewalt – aufgenommen auf einem simplen Vierspurgerät.

Dies ist kein epochales Narrativ, aber ein sensibles, von White kongenial verkörpertes Porträt eines Künstlers mit Weltruhm, der mit seinen Dämonen (konkret: Depressionen) zu kämpfen hat. Ausgerechnet in dieser Zeit entstehen seine erfolgreichsten Arbeiten.

Vor allem habe ich mich für Jeremy Allen White gefreut, dass man ihn mit einer so anspruchsvollen Aufgabe betraut hat – vermutlich ein definitiver Höhepunkt in seiner sowieso schon interessanten und vielschichtigen Karriere. Doch leider bin ich kein so großer Fan von Springsteen, dass mich ein so balladesker Film über eine Schaffenskrise im Schlafzimmer, und sei sie noch so anspruchsvoll fotografiert und gespielt – groß hinter'm Ofen hervorlocken würde. Das Warten auf den großen Einfall und das Entkommen aus dem psychischen Tief fühlte sich für mich ein wenig an wie das Warten auf Godot...

Womit ich ohne große Umschweife diesen Film zu einem mehr als nur geglückten Fanartikel mit nicht zu leugnendem Tiefgang erkläre.

cnm 

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