DAS LEBEN DER WÜNSCHE

DAS LEBEN DER WÜNSCHE ★★★★☆☆
Start: 13.11.2025 | FSK 12
Verena Altenberger, Matthias Schweighöfer hatte | ©2025 PANTALEON Films GmbH / ProU Producers United Film GmbH / SevenPictures Film GmbH / ACS Filmproduktion GbR / RCS Filmproduktion GbR




Deutschland 2025
Genre: Fantasy, Drama
Länge: 96 Min.
Regie: Erik Schmitt
Buch: Erik Schmitt, Friedemann Karig
Cast: Matthias Schweighöfer, Luise Heyer, Henry Hübchen, Verena Altenberger, Benno Fürmann u.a.
Kamera: Johannes Louis
Schnitt: Ana de Mier y Ortuño
Musik: Enis Rotthoff

Felix steckt sowohl privat auch beruflich in einer Sackgasse. Seine Frau Bianca will die Trennung, seine Kinder entfernen sich von ihm, seine Haare werden schütter. Als er auch noch seinen Job verliert, sieht Felix sich am Rande eines Abgrunds. Da bietet ihm ein mysteriöser Fremder drei Wünsche an, die alsbald in Erfüllung gehen sollen. Felix ergreift die Chance in der Hoffnung, seine Familie und seinen Job – und damit einen Sinn im Leben zurückzubekommen, und formuliert einen vermeintlich cleveren Wunsch: alle seine Wünsche sollen wahr werden. Und plötzlich bekommt er, was er immer wollte – Erfolg im Job, seine Haare werden dichter, die Liebe kehrt in sein Leben zurück. Doch auch seine verborgenen Wünsche kommen zum Vorschein. Felix gerät immer tiefer in den Strudel seiner dunkelsten Begierden und wird mit brutal seinen unbewussten Wünschen konfrontiert. Bis er schlussendlich realisiert, dass es für ihn nur einen wahrhaftigen Wunsch gibt.

Das Leben der Wünsche ist eine märchenhafte, düstere Fantasie, die – ähnlich wie seinerzeit die TV-Serie Timm Thaler – von einem teuflischen Komplott mit fatalen Folgen erzählt. Dass es bei einem solchen Format auch auffällig artifiziell zugeht (siehe Filmstill), ist eigentlich zu erwarten. Der Film bedient das Register, das er anbietet, solide und transportiert eine gute Botschaft. Ich möchte mir hier erlauben, etwas zur Wahrnehmung von Schweighöfer zu sagen. Mir ist bewusst, dass der Film bei der Presse durchweg sehr schlecht weggekommen ist und alle Welt auf Schweighöfer herumhackt.

Dies ist offensichtlich seinen Auftritten in der Öffentlichkeit, in den Medien geschuldet. Ich möchte dazu sagen, dass der Mann von mir aus ein ungehobelter Volltrottel sein kann, das hat aber nichts damit zu tun, dass er schauspielen kann. Hier etwa hat er mich voll überzeugt mit der Darstellung eines, der alle Hoffnung verloren hat und sich an ein riskantes Angebot klammert, um auch daran zu scheitern. Sein Spiel ist hier dicht und nuanciert, Schweighöfer ist etwa einem Benno Fürmann, der in den meisten Filmen lediglich seine eisblauen Augen zu weit aufmacht und mich damit schon seit langem nervt, haushoch überlegen. Habe fertig.

Das Leben der Wünsche ist kein cineastisches Highlight, aber auch weit weg von einem Total-Ausfall. Zu empfehlen allen, die sich solide unterhalten lassen wollen und nicht per se eine Aversion gegen den Hauptdarsteller pflegen.

cnm 

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