EIN KUCHEN FÜR DEN PRÄSIDENTEN
EIN KUCHEN FÜR DEN PRÄSIDENTEN ★★★★★☆
Originaltitel: MAMLAKET AL-QASAB | Start: 05.02.2026 | FSK 6
Irak, Katar, USA 2025
Genre: DramaLänge: 102 Min.
Regie: Hasan Hadi (Debüt)
Buch: Hasan Hadi
Casting: Ameer Jbara
Buch: Hasan Hadi
Casting: Ameer Jbara
Cast: Baneen Ahmed Nayyef, Sajad Mohamad Qasem, Waheed Thabet Khreibat, Rahim AlHaj u.a.
Kamera: Tudor Vladimir Panduru
Schnitt: Andu Radu
Soundtrack: Omar El-Deeb
Kamera: Tudor Vladimir Panduru
Schnitt: Andu Radu
Soundtrack: Omar El-Deeb
Der Südirak in der 90er-Jahren. Während Diktator Saddam Hussein trotz Not und Mangel seinen Geburtstag landesweit feiern lässt, zieht die 9-jährige Lamia In ihrer Schule ein gefürchtetes Los: Sie muss den Kuchen für die örtlichen Feierlichkeiten backen – zu Ehren des Diktators. Für sie eine fast unlösbare Aufgabe, denn im Land sind die Lebensmittel knapp. Doch sie muss es binnen zwei Tagen schaffen, sonst drohen ihrer Familie harte Strafen.
Mit der Unterstützung ihres Klassenkameraden Saeed und ihren Hahn Hindi unterm Arm, bricht sie auf, um in der nächsten Stadt alle Zutaten aufzutreiben. Es ist eine abenteuerliche kleine Odyssee durch eine Welt voller Ungewissheit und Entbehrung – aber auch kleiner Wunder – in der Lamia immer wieder Momente der Großzügigkeit, Freundschaft und Hoffnung erlebt.
Ein Kuchen für den Präsidenten gehört zu den scheinbar leisen, unspektakulären Filmen, die mit der richtigen Dosis Humor eine Wirklichkeit wiedergeben, die eigentlich so gar nicht zum Lachen ist. So können wir uns ihr nähern, dem kindlichen Gemüt folgend, können eintauchen und gleichsam leichtfüßig auch die Bitterkeit dieses Zeitfensters in uns aufnehmen. Dank des superben Casts und "freundlicher" Bilder gelingt dieser schwierige Balanceakt auf den Punkt! Ein Wunder, wenn man bedenkt, dass der Film erstens ein Debüt ist und zweitens ausschließlich mit Laien realisiert wurde!
Zugleich ist Ein Kuchen für den Präsidenten damit eine Ode an den Optimismus und an die Kraft der Menschenfreundlichkeit – hier in einer Umgebung ständiger Bedrohung und in Gestalt eines Mädchens, das zusätzlich zu den Entbehrungen konfrontiert ist mit einer streng patriarchalen Welt. – Absolut sehens- und erlebenswert, eine Übung in Demut.
cnm
Querverweis auf: Amrum (DE 2025, R.: Fatih Akin)

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