CALLE MÁLAGA – EIN ZUHAUSE IN TANGER

CALLE MÁLAGA – EIN ZUHAUSE IN TANGER ★★★★
Originaltitel: | Start: 26.03.2026 | FSK 12
Carmen Maura | © Pandora Film



Frankreich, Spanien, Marokko, Deutschland, Belgien 2025
Genre: Drama, Feel-Good
Länge: 117 Min.
Regie: Maryam Touzani
Buch: Maryam Touzani, Nabil Ayouch
Casting: Eva Leira, Yolanda Serrano u.a.
Cast: Carmen Maura, Marta Etura, Ahmed Boulane, María Alfonso Rosso u.a.
Kamera: Virginie Surdej
Schnitt: Teresa Font
Musik: Freya Arde

María Ángele, 79, ist tief verwurzelt im spanischen Viertel von Tanger. Ihre Wohnung in der Calle Málaga reich an Erinnerungen, voll mit Blumen und antiken Schätzen – ist ihr ganzer Stolz. Vom Balkon aus beobachtet sie das lebendige Treiben ihrer Straße – ganz in ihrer eigenen Welt: ein stilles Glück. Doch eröffnet ihr Tochter Clara, dass sie aus persönlicher Not heraus die Wohnung verkaufen will, sie hat das Recht dazu, es tut ihr leid, aber es gibt keine Alternative. Sofort gerät für María alles ins Wanken. Doch statt ins Seniorenheim zu ziehen, wie es die Tochter für sie vorgesehen und geplant hat, stellt sich María Ángeles quer. Mit Anarchie und dem Mut einer Verzweifelten kämpft sie um ihr Zuhause. Überraschend findet sie dabei neue Energie in sich selbst und eine Liebe, mit der sie nicht mehr gerechnet hätte.

Sicher, Calle Málaga gleicht einem Märchen. Es ist kaum vorstellbar, dass ein Verhalten wie das der Protagonistin über mehr als ein paar Tage unbemerkt bleiben und ohne Konsequenzen durchgehen würde. Aber wozu sonst ist Kino da, wenn nicht, um uns das Träumen zu lehren? Es tut wohl zu sehen, dass ein Mensch sich nicht marginalisieren lässt, dass María aufbegehrt, ihre eigenen Entscheidungen trifft, Ja zur Lebenslust und Nein zum Abstellgleis sagt, und das so laut wie eben möglich, und so ausgefuchst wie man es doch gern selbst einmal täte. Diese Geschichte hat eine unglaubliche Wärme und einen endlosen Zauber, die neue Nähe, die sie entdeckt, ist so schön in Szene gesetzt, dass einem warm ums Herz wird und nicht die Kitsch-Schranke runtergeht. Calle Málaga ist wie ein Schatzkästchen der späten Möglichkeiten, eine Erinnerung daran, dass wir unser Leben selbst in die Hand nehmen müssen, wenn andere es uns absprechen wollen.

Sie wollen sich etwas Gutes tun? Schauen Sie Calle Málaga auf der großen Leinwand! Einer der beseeltesten Filme des Jahres.

cnm 

Querverweis auf Lina Braake, BRD 1975, R.: Bernhard Sinkel

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