HOPPERS

HOPPERS ★★★½☆☆
Start: 05.03.2026 | FSK 6
© Disney Pixar



USA 2026
Genre: Animation, Abenteuer, Kinder, Familie
Länge: 105 Min.
Regie: Daniel Chong
Buch: Jesse Andrews, Daniel Chong
Deutsche Stimmen: Martina Hill, Max Giermann, Alina Khani, Heidi Klum, Axel Malzacher, Martina Treger, Sascha Rotermund u.v.m.
Kamera: Jeremy Lasky, Ian Megibben
Schnitt: Axel Geddes
Musik: Mark Mothersbaugh

In naher Zukunft: Wissenschaftler haben entdeckt, wie man menschliches Bewusstsein in lebensecht wirkende Roboter-Tiere „hüpfen“ lassen kann, so dass Menschen mit Tieren problemlos kommunizieren können! Mit Hilfe der neuen Technologie entdeckt die junge und engagierte Mabel Geheimnisse in der Tierwelt, vor allem Geheimnisse über das soziale Miteinander, von denen sich die Menschen mit ihrem Raubbau an Mutter Natur eine Scheibe abschneiden sollten. Mensch und Tier kollidieren, als ein für Mabel wichtiger Stausee einer Schnellstraße weichen soll und dessen Tiere vom Bürgermeister systematisch vertrieben werden. Die Frage steht im Raum, wer hier wem zu weichen hat, und ob es überhaupt eine Lösung geben kann, die für beide Seiten akzeptabel wäre.

Das ethische Anliegen dieser Disney-Pixar-Produktion spielt auf hohem Niveau, so wie wir es seit langem gewohnt sind, geht es doch um nicht weniger als das Verhältnis vom Mensch zum (immer falsch verstandenen) Tier. Dabei ist die Balance zwischen Science-Fiction, Comedy und Herzschmerz; es gibt viele süße und überraschende formale wie inhaltliche Details zu entdecken, der Film ist temporeich und gibt sich alles in allem innovativ. Dennoch: er hat mich nicht wirklich gekriegt, und das ist eine Überraschung, denn auf den Wow-Effekt war bislang für mich immer Verlass.
Wie kommt das? M.E. ist die Ausgestaltung der Figuren merklich flacher ausgefallen (Ausnahmen – wie etwa die Mabels Oma – bestätigen die Regel), naiver und austauschbarer im Vergleich zu vorangegangenen Produktionen, ebenso kommt die Musik zwar solide und verlässlich daher, wirkt aber zugleich allzu austauschbar. Die Story wirkt mit ihren Anleihen etwa aus dem grandiosen Film Soul (2020) oder Oben (2009) wie ein nicht so wirklich originäres Stückwerk, das mittels Hektik und Splitter-Dramaturgie seine Schwächen zu kaschieren sucht. Anders ausgedrückt: man hat wenig Zeit, ans Nachdenken zu kommen, dockt aber auch nicht so recht weder an den Pro- noch Antagonisten an.
Als ausgesprochen lieblos fiel mir weiterhin eine oft annähernd tote Atmo auf: es fehlten auf der Tonspur raumgebende Geräusche wie Wind, Gras Vögel, Summen... alles, was einen Film auditiv lebendig werden lässt. Stattdessen dominiert immer mal wieder die Stille der Sprecherkabine. - Ein großes Versäumnis!

Hoppers bietet selbstredend Kurzweil für die ganze Familie, aber ich fürchte, dass aus diesem Film nicht die vertraute Beseeltheit und komplette Begeisterung mitgenommen werden kann. Das Team hat hier zwar nicht viel falsch, aber auch wenig durchschlagend gut gemacht. Es fehlt bei allem formalen Anspruch die inhaltliche Magie. Ich möchte hoffen, dass dies keine Negativ-Trendwende darstellt.

cnm 

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