DIE REICHSTE FRAU DER WELT
DIE REICHSTE FRAU DER WELT ★★★★☆☆
Originaltitel: La Femme la plus riche du Monde | Start: 30.04.2026 | FSK 12
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| André Marcon, Raphaël Personnaz, Isabelle Huppert | © Neue Visionen |
Frankreich, Belgien 2025
Genre: SozialsatireLänge: 123 Min.
Regie: Thierry Klifa
Buch: Thierry Klifa, Cédric Anger, Jacques Fieschi
Casting: Sarah Teper
Buch: Thierry Klifa, Cédric Anger, Jacques Fieschi
Casting: Sarah Teper
Cast: Isabelle Huppert, André Marcon, Laurent Lafitte, Raphaël Personnaz, Marina Foïs u.a.
Kamera: Hichame Alouié
Schnitt: Chantal Hymans
Musik: Alex Beaupain
Kamera: Hichame Alouié
Schnitt: Chantal Hymans
Musik: Alex Beaupain
Marianne Farrère hat alles: Geld, Macht, Einfluss, Schönheit, Familie, Haus, Bediensteten, Status, Luxus und so weiter. Sie lebt ihr Leben pflichtbewusst und mit bewundernswerter Contenance. Doch es ist unübersehbar: sie langweilt sich sehr! Da kommt ihr der schwule Fotograf Pierre-Alain Fantin (lustig: enfant heißt übersetzt Kind; auch könnte der Name auf Fantasie anspielen) gerade recht: der unverschämt exaltierte Bonvivant schmeichelt ihr, sagt ihr aber auch unverblümt, wie uninteressant er ihre Einrichtung findet und erobert ihre Zuneigung im Sturm. Während er alsbald im Hause der Farrères ein- und ausgeht, beäugt ihn der Rest der Familie (zu der auch der Bedienstete Jérôme zählt) mit größter Skepsis, später mit Unmut. Doch es hilft nichts, der Eindringling befindet sich längst auf seinem Siegeszug.
Eigenartig meine Wahrnehmung des Films: während der Sichtung empfand ich ihn als intellektuell zugelabert und pointenarm, im Nachgang allerdings als amüsant und prickelnd dreist, eine Gesellschaftssatire, durch die ein Hauch von Altmeister Claude Chabrol weht, wo Geld und Statusgier gegen die Sehnsucht nach Freiheit und Lebendigkeit ausgespielt werden – und wo letztlich doch nur das Geld zählt. Um ein sichereres Urteil zu fällen, müsste ich den Film wiederholt sichten – ggf. werde ich, falls das geschieht, hier noch dezidiertere Kommentare anfügen.
Bis dahin empfehle ich den herausragenden Verriss zum Film auf der Plattform Filmstarts, vom Autor Patrick Fey. Diesen zu lesen ist das pure Vergnügen!
cnm
Laurent Lafitte erhielt den César als Bester Schauspieler

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